Lausitzer Rundschau: 9/11: Eine zutiefst ernüchternde Bilanz Gedenken an die Terroranschläge vor 15 Jahren

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Dass der 11. September 2001 einen tiefen
Einschnitt im Leben der Amerikaner bedeutete, ist oft genug gesagt
worden. Der Terrorschock. Der Verlust der alten Welt, in der man
einen Wolkenkratzer betreten konnte, ohne Sicherheitsschleusen
passieren zu müssen. Das alles verbindet sich in den Vereinigten
Staaten mit dem Datum 9/11. Noch einschneidender aber war die Art,
wie die amerikanische Politik auf den Terrorangriff reagierte. Im
Innern durch den massiven Ausbau des Sicherheitsapparats. Nach außen
durch Invasionen, erst in Afghanistan, dann im Irak. Es war die
Antwort auf den 11. September, die die Welt tatsächlich veränderte,
gründlicher als der Terrorangriff. Afghanistan gilt hier bis heute,
trotz bitterer Enttäuschungen, als der „richtige“ Krieg: Das Land am
Hindukusch musste aufhören, ein sicheres Rückzugsgebiet für Al-Qaida
zu sein. Den Krieg im Irak dagegen haben George W. Bush und seine
neokonservativen Berater ohne zwingenden Grund vom Zaun gebrochen.
Das Desaster, das folgte, war der Katalysator für die heutige Misere
des Nahen Ostens. Die Bilanz 15 Jahre nach dem Einsturz der
Zwillingstürme, sie kann nur zutiefst ernüchternd ausfallen.

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