Lausitzer Rundschau: Cottbus – Anker in der Lausitz Zur Kreisgebietsreform in Brandenburg

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Es gibt viele Realpolitiker in Brandenburg – fern
von Parteiengezänk -, die eine Verwaltungsstruktur- und Kreisreform
für unerlässlich halten. Die sitzen auch in den Reihen der im Landtag
oppositionellen CDU. Sie verschließen die Augen nicht vor den
demografischen Herausforderungen. Mit rapide abnehmenden
Einwohnerzahlen bis 2030 müssen notwendige Anpassungsprozesse in den
Verwaltungen einhergehen, damit finanzielle Spielräume für Kommunen
sowie notwendige Investitionen bleiben. Cottbus als zweitgrößte Stadt
des Landes investiert nach einer DIW-Studie am wenigsten von allen
Städten und Gemeinden Brandenburgs in die kommunale Infrastruktur
(Kitas, Schulen, Straßenbau). Nur 116 Euro pro Jahr je Einwohner. Der
Bundesschnitt: 270 Euro. Will die Stadtverwaltung nicht oder kann sie
nicht? Offenbar lässt der 250-Millionen-Euro-Schuldenberg schon heute
keine Spielräume. Cottbus ist aber Kultur- und Sportmetropole – ein
Anker für die Lausitz. Wenn das in Zukunft so bleiben soll, braucht
die Stadt Anpassung, Reformen. Sie kann die Halbierung ihrer Schulden
durch das Land einfach nicht ausschlagen. Sie braucht
Zukunftskompromisse.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

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