Lausitzer Rundschau: Kein Grund zur Schadenfreude Terroralarm in Eisenhüttenstadt

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Spezialeinsatzkräfte nehmen in Eisenhüttenstadt
einen 27-Jährigen fest, den die Polizei zunächst für einen
islamistischen Terroristen hielt. In der Wohnung des Mannes finden
Beamte – zwei Polenböller. Man könnte darüber lachen. Allerdings
zeigt die Aktion, wie ernst Sicherheitskräfte die Terrorgefahr
nehmen. Wobei klar bleibt: Überraschende Anschläge auf arglose Opfer
wie der Massenmord mit Lkw in Nizza, die blutigen Taten des
islamistischen Axtangreifers in Würzburg und des Selbstmord-Bombers
in Ansbach lassen sich nicht verhindern. Es hilft aber, Verdächtige
zu beobachten und zu handeln, bevor etwas passiert. Und es ist
sicherer, angesichts der islamistischen Szene in Deutschland dafür
mehr Kraft als bisher aufzuwenden. Dass Ermittler sich dabei mal
vertun, ist kein Grund zur Schadenfreude. Ihre dubiosen Informanten
sollte die Polizei allerdings hinterfragen. Denn deren Mutmaßungen
haben viele Menschen unnötig in Angst versetzt.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

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