Lausitzer Rundschau: Kein Urteil heilt den Schmerz Zum Urteil im Fall Anneli-Marie

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Das Urteil des Landgerichtes Dresden im Fall der
entführten und erdrosselten Anneli fiel wie nach der Beweisaufnahme
erwartet aus. Der heute 40-jährige Markus B. muss wegen Mordes an der
17-Jährigen lebenslänglich ins Gefängnis. Die besondere Schwere der
Schuld verlängert seine Mindesthaftzeit über 15 Jahre hinaus. Sein
geständiger Komplize, der untätig blieb, obwohl er das Mädchen hätte
retten können, kommt mit achteinhalb Jahren Gefängnis davon. Ein
Urteil, das diesem schreckliche Verbrechen gerecht wird? Im
juristischen Sinne sicherlich und nur das darf für das Gericht
zählen. Für die Eltern und die Schwester der getöteten Anneli kann
jedoch kein Gerichtsurteil ihren Verlust aufwiegen. Ihre Familie
wurde zerstört durch die kaltblütige Geldgier zweier gescheiterter
Existenzen. Das Urteil, wenn es denn rechtskräftig wird, gibt ihnen
aber die Möglichkeit, mit der Bewältigung ihrer Trauer zu beginnen.
Denn der Schmerz über den sinnlosen Tod Annelis wird für sie sehr
lange andauern. Ganz vergehen wird er nicht, vermutlich
lebenslänglich.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

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