Lausitzer Rundschau: Leidende Lehrer, arme Schüler Zur Wiederholung der Mathe-Abi-Prüfung in Brandenburg

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Die RUNDSCHAU hat vor Kurzem getitelt: „Lehrer
schwänzen Fortbildung“. Gemeint war, dass 30 Prozent der betroffenen
Brandenburger Schulen keine Lehrer zum Kennenlernen des neuen
Rahmenlehrplans für Mathe geschickt hatten. Das gilt Gutachtern und
Bildungsministerium als Ursache für die Abi-Panne. Deretwegen
schreiben heute in der Lausitz über 600 Schüler das Mathe-Abi nach.
Faule Lehrer schuld? So einfach ist das nicht. Natürlich wäre es gut,
wenn alle Lehrer sich frühzeitig mit einem neuen Lehrplan
beschäftigen und den Unterricht dann so aufbauen, dass Mathe-Aufgaben
den Abiturienten nicht zu schwer werden. Andererseits machen
Schulleiter deutlich: Es ist etwas faul im Brandenburger Schulsystem.
Hohe Arbeitsbelastung von Pädagogen, fragwürdige Prüfungsordnung,
viele Fortbildungsanforderungen und unklare Lehrpläne: Hier ist
Minister Günter Baaske (SPD) in der Pflicht. Dessen Ministerialbeamte
und die Lehrer reden überhaupt zu wenig miteinander. Deswegen sind
nun viele Schüler arm dran. Hoffentlich erzielen die
Abi-Nachschreiber wenigstens mehr Punkte.

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