Lausitzer Rundschau: Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht im Interview mit der Lausitzer Rundschau Cottbus (Donnerstag-Ausgabe)

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Lug, Vasallentum und Heuchelei – mit schweren
Vorwürfen greift Sahra Wagenknecht von den Linken die europäische und
deutsche Außenpolitik an. Die Bundesregierung habe die Bevölkerung im
Bezug auf die Kredite für Griechenland belogen. Griechenland sei seit
2010 pleite. Trotzdem seien mit deutschen Steuergeldern Griechenlands
Schulden bei den Banken bezahlt worden. Statt 60 Milliarden Euro zu
„verschleudern“, wäre es sinnvoller gewesen, das Geld für die
„Reaktivierung“ der griechischen Wirtschaft zu verwenden, sagte
Wagenknecht der LAUSITZER RUNDSCHAU (Donnerstag-Ausgabe).

Europa wirft die stellvertretende Vorsitzende der Linken im
Bundestag Vasallentum und Heuchelei im Bezug auf die Russlandpolitik
vor. Den USA sei es in der Ukraine nie um Demokratie und
Menschenrechte gegangen, sondern um das ukrainische
Schiefergasvorkommen und strategisch um den russischen Zugang zum
Schwarzen Meer über den Hafen Sewastopol. „Deswegen war die Empörung
über die Übernahme der Krim heuchlerisch“, sagte Wagenknecht. Die
Welt befände sich wieder in einem Kalten Krieg. Die Europäer benähmen
sich dabei wie „einfältige Vasallen“. Mit der Initiative zu den
Minsker Verhandlungen sei allerdings ein eigener Weg eingeschlagen
worden, was dabei beitragen könne, eine weitere militärische
Eskalation zu verhindern.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

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