Lausitzer Rundschau: Respekt ist selbstverständlich Zu den Silvester-Vorfällen in Köln und den Reaktionen darauf

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Eine Armlänge Abstand reicht nicht, damit Frauen
sich vor übergriffigen Männern schützen können. Das weiß auch Kölns
Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die sich diesen Ratschlag
entlocken ließ. Der Shitstorm, der nun auf sie prasselt, ist aber
überzogen. Denn sie will die Sicherheit auf den Kölner Straßen
verstärken, Frauen per se vor Angriffen schützen, sagte sie gestern.
Verhaltenstipps für Frauen seien nachrangig. Was aber tun?
Verhaltenstipps für Männer? Die mag man kaum fordern. Respekt vor dem
anderen – egal ob Frau oder Mann – sollte selbstverständlich sein.
Sollte. Ist es aber leider nicht. Man erinnere sich nur an die
Aufschrei-Debatte. Ein alternder Politiker hatte einer jungen
Journalistin gegenüber etwas von prall gefüllten Dekolletés gefaselt.
Die halbe Nation regte sich auf. Die andere Hälfte fand das Ganze
lächerlich. Ist es aber nicht. Keine Frau käme auf die Idee, Männern
gegenüber Anspielungen über ausgebeulte Hosen zu machen. Und die
wenigsten Männer können von diversen Erfahrungen berichten, in denen
Frauen massiv Hand angelegt haben. Sehr viele Frauen haben den
umgekehrten Fall schon selbst erlebt.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
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