Lausitzer Rundschau: Schummel-Weltmarktführer Zu den VW-Manipulationen bei Abgaswerten von Diesel-Pkw

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Schon bei Dopingaffären fragt man sich ja, ob es
das wert ist, seine ganze Zukunft und die seiner Sportart aufs Spiel
zu setzen, nur um einmal ganz vorn zu sein. Der Preis ist doch viel
zu hoch. Beim gigantischen, globalen Geschäft der Autohersteller gilt
das erst recht. Nur ehrlich ist nachhaltig. Was bringt es VW, dass es
seit diesem Sommer knapp vor Toyota Weltmarktführer geworden ist,
wenn dahinter nicht nur die Begeisterung der Kunden für Produkt,
Preis und Service steht, sondern auch Lug und Betrug? Zwar ist es
seit jeher Volkssport aller Autohersteller, die Umwelt- und
Verbrauchsdaten ihrer Produkte zu schönen, was das Zeug hält. Nur
machen die anderen es mit ausgeklügelten Testverfahren auf ihren
Rollenprüfständen und nicht mit absichtlich verfälschender Software.
Jedenfalls so weit bisher bekannt. Die Affäre hat mehrere
Dimensionen, die nach Konsequenzen rufen: Erstens sind die VW-Kunden
in den USA geprellt worden. Zweitens sind die Aktionäre geschädigt,
im Moment um rund zwölf Milliarden Euro. Drittens ist der Ruf dieses
bisher grundsoliden deutschen Weltunternehmens lädiert und damit
viertens der Ruf von Made in Germany generell. Mindestens ist der
Markt für Dieselautos aus Deutschland in Amerika erst einmal tot. Das
hat, fünftens, negative Auswirkungen auch auf andere Exporteure und
deren Arbeitsplätze. Das sind fünf Punkte zu viel, als dass es mit
dem gestrigen leicht daher gesagten Sorry aus der Wolfsburger
Konzernzentrale allein sein Bewenden haben könnte. Das verlangt nach
mehr Konsequenzen, Herr Winterkorn.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

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