Lausitzer Rundschau: Unsensibel, aber notwendig Sachsen macht Studentenwohnheim in Görlitz zu Asylunterkunft

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Der Freistaat Sachsen schmeißt in Görlitz ohne
Ankündigung Studenten aus ihrem Wohnheim und will den Standort zur
Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber machen. Ist das besonders
sensibel? Überhaupt nicht. Denn auf diese Weise spielt der Freistaat
allen Kritikern und Rechtspopulisten in die Hände, die nun wieder
sinnfrei behaupten werden, Asylbewerber würden in Deutschland eh mehr
Vorzüge als Einheimische genießen. Ist die Aktion des Freistaats
besonders schlau? Auch nicht. Denn sie verärgert die Städte und
Gemeinden, die seit Jahren immer öfter gefordert sind, Asylbewerber
zeitnah und angemessen unterzubringen. Ist die Aktion des Freistaats
eine Werbung für den Studienstandort Görlitz? Nein. Dass Studenten
plötzlich ohne Zimmer dastehen, spricht sich ganz fix herum. Ist die
Aktion des Freistaats nachvollziehbar? Ja, natürlich. Denn Menschen,
die vor Krieg, Hunger und Elend fliehen, muss in Deutschland geholfen
werden. Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit – und es sollte unser
Anspruch sein – Flüchtlingen auch in der Lausitz eine Zuflucht zu
bieten.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
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