Lausitzer Rundschau: Würdelos die Nominierung der Fußball-Olympiaauswahl

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Das würdelose Gefeilsche um die Nominierung der
Olympia-Auswahl zeigt, wie weit sich der Männerfußball inzwischen von
allen Sportarten entfernt hat. Athleten wie die Lausitzer
Radsportlerinnen Trixi Worrack und Romy Kasper vollführen wahre
Heldentaten – die eine fährt wenige Wochen, nachdem ihr wegen eines
Sturzes eine Niere entfernt wurde, die andere quasi mit gebrochener
Schulter – um beim größten Sportereignis der Welt dabeizusein. Die
Handballer um Tobias Reichmann kämpfen selbst am Vorabend der
Nominierung noch mit vollem Einsatz um die raren Tickets. Nur von den
Fußballern will oder darf hingegen niemand so richtig nach Rio. Dabei
sein ist alles? Von wegen. Kohle ist alles. Der Fußball schlachtet
seine wie zementiert wirkende Vormachtstellung bis an die
Grenze der Zumutbarkeit in millionenschweren Wettbewerben aus. Platz
für olympischen Geist gibt es da nicht. Welcher Trost bleibt da
Sportlern wie den Lausitzern Maximilian Levy, Christian Diener oder
Mareen Kräh, deren Trainingsumfänge gewiss nicht geringer sind als
die der Fußballer (ganz im Gegensatz zu ihren Einkünften)? Ganz
einfach: Für Geld kann man sich nicht alles kaufen. Zum Beispiel
nicht das einmalige Gefühl, ein echter Olympionike zu sein.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

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