Lausitzer Rundschau: Zeitweiligökologisch Windkraftrekord setzt Braunkohlekraftwerken zu

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Strom verbrauchen und dafür Geld bekommen: Was für
Verbraucher wie Unfug klingt, wird heute wieder Praxis im
europäischen Stromhandel sein – leider! Wenn nämlich Wintersturm
„Axel“ über Deutschland fegt, liefern Tausende Windräder auch in
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeitweilig riesige Mengen
Ökostrom. Eine feine Sache, wenn das Wörtchen „zeitweilig“ bloß nicht
wäre. Der eisige Wintersturm wird das Leitstellenpersonal in den
Kraftwerken Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe zum Schwitzen
bringen. Sie müssen ihre Meiler drosseln und teilweise vom Netz
nehmen, um Platz zu schaffen in den Leitungen für den Sturmstrom aus
dem Norden. Das ist schwierig und wäre vor Jahren technisch undenkbar
gewesen. Trotzdem ist es beruhigend, dass wir Normalverbraucher nicht
im Dunkeln sitzen, wenn sich der stürmische „Axel“ verzogen hat, und
uns trübes Winterwetter nächste Woche in der Lausitz deprimiert. Dann
kommt der meiste Strom wieder aus Jänschwalde, Boxberg und Schwarze
Pumpe – zum Glück.

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