Lausitzer Rundschau: Zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern / Die Stimmung ist ziemlich trübe

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Überraschend ist das Wahlergebnis der AfD in
Mecklenburg-Pommern nicht. Es war klar: An den Rechtspopulisten kommt
keiner vorbei. Auch nicht im Nordosten der Republik. Aus dem Stand
mehr als 21 Prozent und die CDU auf die Plätze verwiesen, das ist
eindeutig. Die Populisten mobilieren ihre Wähler – sei es in
Sachsen-Anhalt, wo die AfD im März 24,3 Prozent der Stimmen bekam,
oder nun in Meck-Pomm. Vielleicht lag deshalb die Wahlbeteiligung bei
60,5 Prozent (neun Prozent mehr als bei der letzten Landtagswahl).
Immerhin: Die AfD muss sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob
und wie sie mit der NPD zusammenarbeitet. Denn die ist raus aus dem
Landtag. Deren Anhänger sind aber noch da – viele von ihnen haben nun
bei der AfD ihre Stimme gegeben. Und dass sich Ministerpräsident
Erwin Sellering (SPD) und CDU-Chef Lorenz Caffier auf die
AfD-Protestthemen Migration und innere Sicherheit eingelassen haben,
anstatt eigene Themen zu platzieren, hat der AfD in die Hände
gespielt. Die gestrige Wahl galt als Stimmungsbarometer für die ganze
Republik. Ergebnis: Die Stimmung ist ziemlich getrübt.

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