Lausitzer Rundschau: Zwiespältiger Erfolg Beschäftigungsrekord bei der Leiharbeit

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Die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland ist auf
ein neues Rekordniveau gestiegen. Ist das nun gut oder schlecht? Die
Antwort muss zwiespältig ausfallen. Leiharbeit soll dazu dienen,
Auftragsspitzen in Betrieben abzuarbeiten. Der Unternehmer bedient
sich externen Personals, um besser im Geschäft bleiben zu können. Die
Leiharbeit ist damit auch ein Indikator für die Konjunktur im Land.
Viele Leiharbeiter bedeuten, dass die Wirtschaft brummt. Insofern
handelt es sich also um eine gute Nachricht. Wahr ist allerdings
auch, dass Unternehmen mit der Leiharbeit ein Mittel in der Hand
haben, um die Stammbelegschaft unter Druck zu setzen, bei Löhnen und
bei den Arbeitsbedingungen. Die Berliner Politik hat diesem Treiben
lange untätig zugeschaut. Inzwischen gibt es immerhin einen
Gesetzentwurf, der die schlimmsten Auswüchse beim Einsatz von
Leiharbeitern abmildern will. Wer in Vollzeit arbeitet, der muss auch
von seiner Arbeit auskömmlich leben können. So denken immerhin 86
Prozent der mittleren Generation, wie eine aktuelle
Allensbach-Untersuchung gerade ermittelte. Vor diesem Hintergrund
wären Rekorde bei der Leiharbeit erst dann uneingeschränkt positiv zu
bewerten, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Das ist eine
Frage der Gerechtigkeit.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
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