„Laut, rechts, sächsisch?“: Die „ZDF.reportage“ auf Spurensuche bei den Wutbürgern (FOTO)

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Clausnitz, Bautzen, Heidenau – das sind nur einige der Orte, in
denen Flüchtlinge zuletzt alles andere als willkommen geheißen
wurden. Es gab Straßenblockaden, Brandstiftungen oder
fremdenfeindliche Ausschreitungen – und zu viele Menschen standen
dabei und schauten zu. Besonders in Sachsen scheinen die Täter eine
schweigende Mehrheit hinter sich zu fühlen. Die „ZDF.reportage“
begibt sich am Sonntag, 15. Mai 2016, 18.00 Uhr, auf „Spurensuche bei
den Wutbürgern“.

„Laut, rechts, sächsisch“ – trifft das zu? Eine
Opferberatungsstelle in Sachsen zählte im Jahr 2015 für das
Bundesland insgesamt 477 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe,
Tendenz: steigend. Auch die Zahl rechter Gewaltstraftaten hat im
vergangenen Jahr um 86 Prozent zugenommen. Die meisten Vorfälle gab
es in Dresden und in Leipzig sowie in den Landkreisen Leipzig und
Sächsische Schweiz/Osterzgebirge.

Dabei gilt Sachsen als Musterregion für den „Aufbau Ost“: Das
wiedererstandene Dresden, das weltoffene Leipzig, die lieblichen
Landschaften des Elbtals, der rustikale Charme des Erzgebirges, die
Industrieansiedlungen in Hightech-Branchen, überhaupt Lifestyle und
Kultur auf Weltniveau sind die Stichworte dazu. Warum also ist
Rechtsextremismus gerade in Sachsen auf dem Vormarsch?

Die „ZDF.reportage“ blickt auf einige Orte des Freistaates, die
offensichtlich ein rechtes Problem haben: auf Clausnitz, wo sich die
Bürger nach der Blockade eines Flüchtlingsbusses von den Medien
abgestempelt fühlen und über die Vorfälle vom Februar am liebsten
schweigen würden; auf Bautzen, wo 100 Flüchtlinge in jenes Gebäude
einziehen sollen, das durch einen Brandanschlag kürzlich schwer
beschädigt wurde; auf Heidenau, wo der Bürgermeister nach den
Ausschreitungen versucht, ein friedliches Zusammenleben in seiner
Stadt wieder möglich zu machen. Standhaft bleiben und Rechtsbrüche
weiter konsequent verfolgen – das einzige Rezept gegen Intoleranz.

Carsten Thurau, Autor dieser „ZDF.reportage“ und Leiter des
ZDF-Landesstudios in Sachsen, sagt: „Bei meiner Recherche wurde
deutlich: Neonazi-Kultur und Intoleranz sind in manchen Gebieten
Sachsens mittlerweile ein Alltagsphänomen – das Bundesland muss dort
schwer um seinen Ruf kämpfen.“

http://reportage.zdf.de/

http://twitter.com/zdf

Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 – 70-13802;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon:
06131 – 70-16100, und über
https://presseportal.zdf.de/presse/zdfreportage

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Telefon: +49-6131-70-12121

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