M Menschen Machen Medien 5/2015: Fotojournalisten zwischen Abzug und Multimedia / Erster Tarifvertrag für Gagenempfänger / Unangenehme Fragen zum Reichstagsbrand

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Fotojournalisten arbeiten heutzutage vor allem frei
– frei von einer Festanstellung, häufig frei von angemessenen
Vergütungen, konfrontiert mit der Konkurrenz durch Amateure oder
billige Online-Bilderdienste. Urheberrechte müssen immer wieder
eingefordert werden. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die
Professionalität stetig, wird mehr als ein „Fotoabzug“ verlangt,
crossmediales Bildmaterial ist gefragt. Zudem will die tägliche
Bilderflut gemanagt und archiviert werden. Die aktuelle Ausgabe des
medienpolitischen ver.di-Magazins „M Menschen Machen Medien“ 5/2015
skizziert die Probleme und Chancen für den Fotojournalismus zwischen
„Abzug und Multimedia“.

Gagisten beim Bayerischen Rundfunk haben von nun an einen
Tarifvertrag. „Damit werden aus nahezu rechtlosen GagenempfängerInnen
rechtlich abgesicherte GagenarbeitnehmerInnen. Sie arbeiten in fast
allen Sende-Bereichen wie Grafik-Design, Requisite, Beleuchtung,
Tontechnik, Maske oder Schnitt. Hunderte können davon profitieren.“ M
berichtet, wie mit dieser „guten Problemlösung“ ein jahrzehntelanger
Missstand beendet wird.

Die Alleintäterthese beim Reichstagsbrand ist nach wie vor
umstritten, auch wenn Medien wie der „Spiegel“ auf ihren Recherchen
und Darstellungen beharren. Auch M beleuchtet seit 2006 kritisch die
entsprechende Medienberichterstattung und hinterfragt die
Geschehnisse um die folgenreiche Brandstiftung im Februar 1933. In
dieser Tradition steht auch der aktuelle Artikel. Der amerikanische
Historiker Benjamin Carter Hett hat mit seinem jüngst erschienenen
Buch die These von der Alleintäterschaft erneut erschüttert. „Die
Welt“ räumte ihm dafür eine Titelstory ein. Stefan Aust erklärte in
diesem Zusammenhang öffentlich, dass die Story einer Spiegel-Serie
„nicht ganz sauber war“. M beschreibt weitere unaufgeklärte
Merkwürdigkeiten, wie das Auftauchen von zwei Druck-Versionen des
„Vorwärts“ aus der Brandnacht mit unterschiedlichem Inhalt. Spätere
Fälschung oder der damalige Versuch einem Zeitungsverbot zu entgehen?
Bislang ein Rätsel!

Pressekontakt:
M Menschen Machen Medien
Karin Wenk, Chefredakteurin
Telefon: +49 (0)30 6956 2326
Telefax: +49 (0)30 6956 3676
Karin.Wenk@verdi.de
http://mmm.verdi.de

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