Maag: Salafismus-Prävention muss Frauen stärker in den Blick nehmen

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Steigende Zahl der ausreisenden Frauen in
IS-Gebiete ist besorgniserregend

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat Zahlen veröffentlicht,
nach denen die Zahl der Frauen, die in die vom „Islamischen Staat“
besetzten Gebiete gereist sind, auf 100 Personen angestiegen ist.
Dazu erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag:

„Die neuen Zahlen zu Frauen, die in die vom sogenannten
Islamischen Staat (IS) besetzten Gebiete ausgereist sind, sind
besorgniserregend. Mittlerweile ist bekannt, dass die Propaganda des
IS sich ausdrücklich und mit Erfolg an weibliche Unterstützer
richtet. Das zeigt, dass wir bei der Präventionsarbeit gegen
Salafismus Mädchen und Frauen weitaus stärker in den Blick nehmen
müssen.

Die IS-Propaganda richtet sich gezielt an Mädchen und Jungen, die
sich allein und ausgegrenzt fühlen und nach Orientierung und
Gemeinschaft suchen, etwa weil sie Probleme in der Familie oder
Schule haben. Genau hier müssen wir ansetzen, diese jungen Menschen
frühzeitig erreichen und ihnen eine gute Perspektive in Deutschland
bieten. Wichtig ist vor allem, dass sie dazu befähigt werden, sich
gegen falsche Ideologien zur Wehr setzen zu können. Dazu gehört zum
Beispiel religiöse Bildung im islamischen Religionsunterricht, denn
gesicherte Kenntnisse befähigen zum Hinterfragen. Aber auch eine
gezielte Informationsoffensive ist notwendig. Die jungen Leute,
besonders Mädchen und Frauen, müssen erfahren, was sie in Syrien und
dem Irak tatsächlich erwartet: Die Rechte von Frauen werden vom IS
mit Füßen getreten.“

Hintergrund:

Nach Angaben des Verfassungsschutzes sind inzwischen mindestens
100 Mädchen und Frauen in die Kampfgebiete des sogenannten
Islamischen Staates im Irak und in Syrien gereist. Da diese Zahl nur
diejenigen erfasst, die dem Verfassungsschutz bekannt sind, ist von
einer höheren Dunkelziffer auszugehen. Die Gruppe der Frauen der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat daher bereits Mitte März in einem
Fachgespräch über die Möglichkeiten diskutiert, junge Menschen vor
dem Dschihadismus zu bewahren. Dabei wurde auch erörtert, welche
Rolle weibliche Unterstützer in der Szene spielen und wie sie durch
Präventionsarbeit erreicht werden können.

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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