Mai 2015: Anstieg der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich schwächt sich weiter ab

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Sperrfrist: 30.06.2015 08:00
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Im Mai 2015 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) rund 42,7 Millionen Personen mit Wohnort in
Deutschland erwerbstätig. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl
der Erwerbstätigen um 210 000 Personen oder 0,5 %. Seit Dezember
2014, als der Zuwachs bei 397 000 Personen gelegen hatte (+ 0,9 %),
hat sich der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich
laufend abgeschwächt. Erwerbslos waren im Mai 2015 rund 1,9 Millionen
Personen, 100 000 weniger als ein Jahr zuvor.

Im Vormonatsvergleich erhöhte sich nach vorläufigen Ergebnissen
der Erwerbstätigenrechnung die Zahl der Erwerbstätigen um 89 000
Personen oder 0,2 %. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre war der
Zuwachs der Erwerbstätigkeit im Mai im entsprechenden
Vormonatsvergleich mit + 117 000 Personen um rund ein Drittel höher
gewesen. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung
der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die
Erwerbstätigenzahl im Mai 2015 gegenüber dem Vormonat geringfügig um
7 000 Personen zu, auch weil die begünstigenden Effekte des milden
Winterwetters nun aufgewogen wurden.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der
Erwerbslosen im Mai 2015 bei 1,90 Millionen Personen. Im Vergleich
zum April 2015 nahm sie um rund 140 000 Personen oder 6,9 % ab.
Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der
Erwerbslosen 1,97 Millionen Personen. Die bereinigte
Erwerbslosenquote lag im Mai 2015 unverändert bei 4,7 %.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der
Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu
Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind unter den
Tabellennummern 13321-0001 (Monate), 13321-0002 (Quartale)
beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) verfügbar. Die Daten zu
Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung können
unter der Tabellennummer 13231-0001 (Monate) abgerufen werden.

Methodische Hinweise:

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus
der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Die Abweichungen sind
auf die unterschiedlichen eingesetzten Konzepte der beiden
Statistiken zurückzuführen. Nähere Hinweise zu den Hintergründen der
Ergebnisunterschiede zwischen Arbeitskräfteerhebung und
Erwerbstätigenrechnung finden Sie in den Erläuterungen zur Statistik
unter www.destatis.de –> Zahlen & Fakten –> Gesamtwirtschaft &
Umwelt –> Arbeitsmarkt –> Methoden –> Erläuterungen zur Statistik
–> Abweichungen zwischen Erwerbstätigenrechnung und Mikrozensus bei
der Zahl der Erwerbstätigen.

Mit der Veröffentlichung zum Berichtsmonat Oktober 2014 hat das
Statistische Bundesamt die Hochrechnung der monatlichen Ergebnisse
aus der Arbeitskräfteerhebung auf die Bevölkerungseckwerte
umgestellt, die auf Basis des Zensus 2011 ermittelt wurden. Da der
Zensus 2011 deutlich niedrigere Bevölkerungszahlen ergeben hatte als
zuvor ermittelt, reduzierte sich durch die Neuhochrechnung die Zahl
der Erwerbslosen. Die Erwerbslosenquote verringerte sich dagegen
weniger stark. Für zurückliegende Zeiträume wurde eine Rückrechnung
durchgeführt. Nähere methodische Informationen finden sich in den
Hinweisen zur monatlichen Berichterstattung zur Erwerbslosigkeit.

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept
der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die
ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der
registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der
Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch
veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden
im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der
Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Jahres-, Quartals- und Monatsergebnisse stehen im Themenbereich
Arbeitsmarkt unter www.destatis.de –> Zahlen & Fakten –>
Gesamtwirtschaft & Umwelt –> Arbeitsmarkt –> Erwerbslosigkeit
beziehungsweise –> Erwerbstätigkeit zur Verfügung. Unter dem Begriff
„Erwerbslosigkeit“ sind ergänzend die mit dem Berliner Verfahren
(BV4.1) bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu
finden.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Weitere Auskünfte geben:

für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung: Ulf-Karsten Keil,
Telefon: (0611) 75-2633,

für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung: Andreas Grau, Telefon:
(0611) 75-2124, www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de

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