Männliche Jungakademiker sind nur zum Teil karriereorientierter als weibliche / Studie des Kienbaum Institut@ISM für Leadership& Transformationüber Ziele und Werte der Generation Y

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Die traditionelle Rollenverteilung von Mann und
Frau scheint sich auch in der Generation Y fortzusetzen: Männer sind
eher karriereorientiert, Frauen legen Wert auf ein gutes Arbeitsklima
und eine Work-Life-Balance. Doch es gibt auch Anzeichen, dass die
Rollenbilder im Wandel begriffen sind: Männer wie Frauen der
Generation Y sind leistungsorientiert und ambitioniert zugleich – und
sie streben an, Karriere und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Welche Ziele und Wertvorstellungen männlichen und weiblichen
Vertretern der Generation Y wichtig sind, zeigt die aktuelle Studie
des Kienbaum Institut@ISM für Leadership & Transformation. Dazu
wurden rund 600 Hochschulabsolventen befragt. Die Ergebnisse zeigen:
Auf der einen Seite werden auch in der Generation Y traditionelle
Geschlechterrollen fortgeschrieben, auf der anderen Seite brechen
sowohl Männer als auch Frauen aus diesen stereotypen Rollen aus.

Karriereambitionen sind heute eine Frage des Wollens, nicht des
Geschlechts

Karriereorientierung ist zwar immer noch mehrheitlich Männersache:
Zwei Drittel der Studienteilnehmer aus der Generation Y, die sich der
Gruppe der Karriereorientierten zuordnen lassen, sind Männer, nur ein
Drittel ist weiblich. Hingegen wird die Gruppe der sogenannten
erlebnisorientierten Berufseinsteiger von Frauen dominiert: 64
Prozent der Befragten, die dieser Gruppe angehören, sind weiblich, 36
Prozent männlich. Diese erlebnisorientierten Vertreter der Generation
Y streben zwar ebenfalls eine Karriere an, allerdings unter der
Bedingung, dass das Arbeitsklima angenehm und die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf gewährleistet ist.

„Besonders interessant sind die Ergebnisse, die die klassischen
Stereotype durchbrechen, also das Drittel der karriereorientierten
Frauen, die dafür auch Familie und Freunde hintenanstellen. Ebenso
das Drittel der erlebnisorientierten Männer, denen die Vereinbarkeit
von Job und Familie ein großes Anliegen ist. Dies zeigt, dass zwar
auch in der Generation Y noch klassische Rollenmuster zu finden sind,
dass Karriere aber immer mehr zu einer Frage des Wollens wird. Es
gibt junge Frauen, die Karriere wirklich wollen und junge Männer,
denen sie nicht wichtig ist“, sagt Prof. Dr. Julia Frohne, Leiterin
der Studie und Akademische Direktorin des Kienbaum Institut@ISM.

Neue Gemeinsamkeiten: Sinnsuchende mit Fokus auf die Familie

Jeder neunte Absolvent schaut eher unsicher in die berufliche und
private Zukunft: Diese Gruppe der sogenannten Orientierungssuchenden
besteht zu 54 Prozent aus weiblichen und zu 46 Prozent aus männlichen
Vertretern der Generation.

Auch in der Gruppe der Ambitionierten, die sowohl Karriere machen
als auch eine Familie gründen wollen, sind mit 48 zu 52 Prozent in
etwa gleich viele Frauen wie Männer vertreten. „In dieser zahlenmäßig
größten Gruppe teilen Männer und Frauen also die gleichen Ziele und
Wertvorstellungen und wollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Das könnte die Basis sein für mehr Frauen in Führungspositionen in
den nächsten Jahren und Jahrzehnten“, sagt Frohne und ergänzt: „Für
die Unternehmen heißt das: Ein sensibler Umgang mit Rollenkonzepten
und das Aufbrechen von Stereotypen kann zu einem Wettbewerbsvorteil
werden. Junge Frauen und Männer achten verstärkt darauf, in welchen
Unternehmen sie ihre Wertvorstellungen verwirklichen können und wo
man sie und ihre unterschiedlichen Ambitionen ernst nimmt, unabhängig
von ihrer Geschlechterzugehörigkeit.“

Die Studie „Absolventen 2015 unter die Lupe genommen: Ziele,
Wertvorstellungen und Karriereorientierung der Generation Y“ wurde im
November 2014 durchgeführt. Dafür wurden 601 Studierende
unterschiedlicher Studiengänge befragt.

Hintergrund:

Das Kienbaum Institut@ISM für Leadership & Transformation ist ein
innovatives Forschungszentrum und Think Tank für Problemlösungen
aktueller und zukünftiger unternehmerischer Herausforderungen im
Personalmanagement. Es vereint die wissenschaftlichen Kompetenzen der
International School of Management (ISM) mit fundiertem Know-how und
langjährigen Erfahrungen des internationalen Beratungsunternehmens
Kienbaum. Ziel des Instituts ist es, innovative und praxisrelevante
Lösungen insbesondere für die strategischen Themenfelder Leadership,
Transformation und Change Management, Demografie sowie Human
Resources zu entwickeln.

Pressekontakt:
Prof. Dr. Julia Frohne
Kienbaum Institut @ ISM für Leadership & Transformation
Otto-Hahn-Straße 19
44227 Dortmund

Tel: 0231 97 51 39-0
Fax: 0231 97 51 39-976
julia.frohne@kienbauminstitut-ism.de

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