Manpower Arbeitsmarktbarometer: Unternehmen planen Einstellungen im dritten Quartal – Ostdeutschland holt auf / Süden zeigt die geringste Einstellungsbereitschaft seit 2009

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Europas Jobmotor läuft auch im Sommer
2015 zuverlässig. Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Deutschland so
hoch wie noch nie – und es wird auch im dritten Quartal weiter
eingestellt, wie das Manpower Arbeitsmarktbarometer zeigt. Der
saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick liegt zum fünften Mal
in Folge bei +5 Punkten. Der Studie zufolge planen acht Prozent der
deutschen Unternehmen Neueinstellungen. Ein Beschäftigungszuwachs
wird vor allem in Ostdeutschland erwartet, Unternehmen im Süden
zeigen dagegen die geringste Einstellungsbereitschaft seit Ende 2009.
Im europäischen Vergleich weisen bis auf Italien alle Länder einen
positiven Beschäftigungsausblick auf.

+++ Die Studienergebnisse kompakt als Video und Infografik finden
Sie über diesen Link: http://ots.de/Y9wZO +++

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist mit 42,5 Millionen
Menschen so hoch wie nie zuvor – und wie die quartalsweise
erscheinende Manpower-Studie zeigt, bleibt die
Beschäftigungssituation auch in den Sommermonaten stabil. Acht
Prozent der 1.000 hierzulande befragten Arbeitgeber planen
Neueinstellungen bis Ende August, nur zwei Prozent rechnen mit
Entlassungen. In sieben von neun untersuchten Wirtschaftssektoren und
allen Regionen Deutschlands wollen mehr Arbeitgeber einstellen als
entlassen. Übergreifend halten 88 Prozent der Unternehmen ihre
Belegschaft auf gleichbleibendem Niveau. „Die deutschen Unternehmen
blicken zuversichtlich auf die kommenden Monate, etwa jeder zwölfte
Arbeitgeber will im Sommer einstellen“, sagt Herwarth Brune,
Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. „Vor
dem Hintergrund, dass wir aktuell die niedrigste Arbeitslosenquote
seit 14 Jahren haben, wird der Fachkräftemangel für viele Unternehmen
jetzt akut“, prognostiziert der Deutschland-Chef der Workforce
Solutions Company.

Süden zeigt schwächste Einstellungsbereitschaft seit 2009

Dabei gibt es regionale Unterschiede: In den als wirtschaftsstark
bekannten südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern ist
die Einstellungsbereitschaft deutlich gesunken. Der saisonal
bereinigte Saldo fällt im Süden von +6 im Vorquartal auf nur noch +1
Punkt im dritten Quartal und damit den geringsten Wert seit 2009.
Hier sind mit fünf Prozent auch die meisten Entlassungen geplant.
Dagegen verläuft die Entwicklung in Ostdeutschland und Berlin
positiv: In der Hauptstadt steigt der Saldo von +2 im Vorquartal auf
+7 Punkte. Jede zehnte Firma plant Neueinstellungen, keine einzige
Entlassungen. Auch die Arbeitgeber in den übrigen ostdeutschen
Bundesländern rechnen mit Spitzenwerten für diesen Sommer. Im
gesamten Osten steigt der Saldo innerhalb eines Quartals von +2 auf
+5. Auch im Vergleich zum Vorjahr lag er noch bei +1. Auch im
Ruhrgebiet sind die Unternehmen einstellungsfreudiger als im Süden,
die Region verbessert sich von +2 auf +6 Punkte – und das, obwohl
sich die Aussichten im Bergbau von +8 auf -8 Punkte verschlechtert
haben. Auch im öffentlichen Bereich sinkt der saisonbereinigte
Netto-Beschäftigungsausblick von +6 Punkte auf +1 Punkt. Eine leichte
Eintrübung um 1 Punkt gibt es auch in der Landwirtschaft. In allen
anderen sechs untersuchten Wirtschaftszweigen sind die Aussichten
stabil oder haben sich verbessert.

Gute Jobaussichten bei Dienstleistern und Logistik

Die besten Jobaussichten für die kommenden Monate gibt es bei
Banken, Versicherungen und unternehmensnahen Dienstleistungen. Hier
kletterte der Saldo von +8 wieder auf starke +11 Punkte. „Die guten
Konjunkturaussichten kommen dem Finanzsektor zugute, denn die
Unternehmen tätigen wieder mehr Investitionen“, sagt ManpowerGroup
Deutschland Chef Herwarth Brune. Auch der Bereich Verkehr und
Telekommunikation, zu dem etwa die Bereiche Personentransport,
Zustelldienste, Touristik und Mobilfunkanbieter zählen, bleibt stark.
Der Saldo liegt dort wie im zweiten Quartal bei +10 Punkten und damit
dem stärksten Wert seit Ende 2012. Vor einem Jahr lag der Wert noch
bei +2.

EU-Arbeitsmärkte profitieren von der Finanzpolitik der EZB

Auch in anderen europäischen Ländern folgen auf positive
Konjunktursignale Neueinstellungen. „Die EZB-Politik zeigt Wirkung in
Europa. In 23 von 24 untersuchten Ländern der Region Europa,
Mittlerer Osten und Afrika, kurz EMEA sind mehr Neueinstellungen als
Entlassungen geplant“, so Brune. So steigt der
Netto-Beschäftigungsausblick in Frankreich von +1 wieder auf +4
Punkte an. Vor allem in der Luftfahrtindustrie sind Fachkräfte wieder
stärker gefragt. Damit scheint die Tiefpunktphase der letzten drei
Jahre nach einem Ausreißer im zweiten Quartal mit nur +1 Punkt nun
doch beendet zu sein. Große Sprünge beim Wachstum trauen Ökonomen dem
Nachbarland jedoch noch nicht zu – ein zweiter europäischer Jobmotor
ist damit nicht in Sicht.

Europas Sorgenkind bleibt Italien, das einzige Land mit einem
negativen Netto-Beschäftigungsausblick, und das seit nunmehr fünf
Jahren in Folge. Mit einem Saldo von nur noch -4 Punkten ist aber
auch hier ein leichter Aufwärtstrend festzustellen. Zum Vergleich: Im
zweiten Quartal lag der Wert noch bei -6, Ende 2013 sogar bei -14
Punkten. Griechenland schwächelt nach einer Erholung im zweiten
Quartal leicht, hier fällt der Netto-Beschäftigungsausblick von +10
auf +7. Auch Spanien fällt erneut auf +1 Prozent zurück nach +4
Prozent im zweiten Quartal. „Wenn Deutschland Europas Konjunkturmotor
und Innovationstreiber bleiben will, müssen die Unternehmen dringend
weitere Fachkräfte gewinnen“, sagt Herwarth Brune. „Aus den
Nachbarländern werden bei einer Erholung der gesamteuropäischen
Wirtschaft weniger Arbeitskräfte nach Deutschland kommen – umso
wichtiger ist der Blick über europäische Grenzen hinaus.“

Detaillierte Ergebnisse des Manpower Arbeitsmarktbarometers für
alle teilnehmenden Länder inklusive einer Infografik sind abrufbar
unter http://ots.de/67LvM.

Über das Manpower Arbeitsmarktbarometer (Manpower Employment
Outlook Survey)

Die ManpowerGroup veröffentlicht jedes Quartal das Manpower
Arbeitsmarktbarometer. Dafür werden über 65.000 Arbeitgeber in 42
Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils
kommenden Quartal befragt. Die Ursprungswerte werden mithilfe einer
Methode zur Saisonbereinigung von jahreszeitlichen Schwankungen
befreit. Wie bei Methoden zur Saisonbereinigung üblich, sind die
saisonal bereinigten Daten als vorläufig zu betrachten, da sie sich
durch Einbezug neuer Daten nachträglich verändern können. Die
Untersuchung mit dem internationalen Titel „Manpower Employment
Outlook Survey“ ist die am längsten laufende weltweite Untersuchung
zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die
Ergebnisse finden weltweit Beachtung bei Ökonomen,
Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten. Die Studie dient unter
anderem der Europäischen Kommission regelmäßig als Quelle für ihren
monatlichen Beobachtungsbericht (monthly monitoring report) über die
Europäische Arbeitsmarktlage und die soziale Situation in der EU.
Mehr Informationen zum Manpower Arbeitsmarktbarometer finden Sie
unter http://ots.de/67LvM.

Über die ManpowerGroup

Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung
innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in
der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Unter
dem Dach der ManpowerGroup agieren in Deutschland an 160 Standorten
die Gesellschaften Manpower, Experis, ManpowerGroup Solutions und
Right Management. Zusammen mit den Joint Ventures Bankpower,
AviationPower und Vivento Interim Services ist die Unternehmensgruppe
Vorreiter in der Branchen- und Fachspezialisierung.

Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.manpowergroup.de.

Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Juliana Hartwig
Ludwig-Erhard-Straße 37
20459 Hamburg
Tel.: +49 40 253 185-122
E-Mail: juliana.hartwig@faktenkontor.de

Unternehmenskontakt ManpowerGroup:
Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen
Nicole Schütze
Düsseldorfer Straße 9
65760 Eschborn
Tel.: +49 69 153 03-186
E-Mail: nicole.schuetze@manpowergroup.de

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