Manuela Schwesig zur Flüchtlingsfrage: „Wir müssen Kontingente festlegen“

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Bei einer ZEIT MATINEE am Sonntag in Hamburg hat
sich Manuela Schwesig für eine Kontingentierung von Flüchtlingen
ausgesprochen. „Wir können nicht jedes Jahr so viele Flüchtlinge
aufnehmen. Wir müssen Kontingente schaffen“, sagte die
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Gespräch
mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und ZEIT-Redakteur Roman Pletter. Es
sei ein Spagat, zwischen dem, was in unserem Herzen vorgeht, wenn wir
die Bilder aus Aleppo sehen, und der Tatsache, dass man nicht die
Millionen Menschen aufnehmen könne, die weltweit auf der Flucht sind.
Sie betonte, dass es wichtig sei, „die EU-Außengrenzen zu sichern und
die Flüchtlingslager vor Ort zu stärken“.

Die Familienministerin sprach sich jedoch gegen eine feste
Obergrenze für Asylsuchende aus. Das „gespaltene Bild in der
Regierung“ zwischen Merkel auf der einen und Seehofer auf der anderen
Seite bedinge „die Spaltung der Gesellschaft“.

Mit Blick auf die Wahlerfolge der AfD und ihren Umgang mit deren
Wählern sagte Manuela Schwesig: „Ich kann nicht Menschen nach dem
Mund reden, die sagen, dass man keine Flüchtlinge aufnehmen kann.“
Diejenigen aber, die „den etablierten Parteien einen Denkzettel
verpassen“ wollen, müsse man in persönlichen Gesprächen überzeugen.
Denn „es gibt keine Integration ohne die eigene Bevölkerung“, stellte
die Ministerin fest.

Selbstkritisch bemerkte Schwesig: „Wir haben zu spät gehandelt“.
Nun aber ginge es darum vom „wir schaffen das“ zum „wir machen das“
zu kommen.

Pressekontakt:
Kay Stelter
Leiter Leserveranstaltungen
Telefon: +49 (0)40 3280-145
E-Mail: kay.stelter@zeit.de

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