Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung (Frankfurt (Oder) schreibt zum Thema Fremdenhass als ostdeutsches Problem:

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Bloß keine Stigmatisierung. Bloß keine
neuen Ost-West-Gegensätze. Mögen die Zahlen über Gewalttaten mit
rechtsextremem oder rassistischem Hintergrund eine andere Sprache
sprechen, es bleibt aus Sicht der ostdeutschen Ministerpräsidenten
dabei, dass die militante Fremdenfeindlichkeit ein gesamtdeutsches
Problem ist. In gewisser Weise stimmt das sogar. Schließlich sind wir
ein Volk. In einem Land. Der Osten muss sich allerdings der Tatsache
stellen, dass hier Neonazis in einem überproportionalen Maße agieren
und sich dabei in vielen Fällen des Zuspruchs größerer Teile der
Bevölkerung erfreuen können. Die Ursachen dafür mögen vielfältig
sein, sie müssen bekämpft werden. Voraussetzung ist: Mut zur
Wahrheit. Wenig hilfreich ist es, wenn die westdeutsche Solidarität
so aussieht, wie die Vorschläge des baden-württembergischen
Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Der will verstärkt
Flüchtlinge in dünn besiedelte Gebiete Ostdeutschlands bringen
lassen. Mal abgesehen davon, dass Kretschmann so etwas wie ein
deutsches Sibirien vor Augen zu haben scheint, ist dieser Vorschlag
vor allem auch gegenüber den Flüchtlingen zynisch. Wo sollen die denn
nach Ansicht des Grünen-Politikers arbeiten und sich integrieren? Im
Wald?

Pressekontakt:
Märkische Oderzeitung
CvD

Telefon: 0335/5530 563
cvd@moz.de

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