Märkische Oderzeitung: Die Märkische Oderzeitung kommentiert den Zustand der EU:

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Jean-Claude Juncker, eigentlich ein Meister
der Kompromissfindung und Erspäher von Auswegen auch aus den
vertracktesten Interessenkonflikten, sagt mit Blick auf Europa im
Jahr 2016: „Ich mache mir keine Illusionen.“ Und schon die EU 2015
zeigt sich ja in fast allen wesentlichen Fragen tief zerrissen. Wenn
die Dinge auseinanderstreben, erleben alte Krisenpläne ihre
Wiederauferstehung: Sie heißen dann „abgestufte Integration“,
„Kerneuropa“ oder „Europa der zwei Geschwindigkeiten“; was es in der
Praxis ja schon alles gibt, ob beim Euro oder Schengen. Die EU hält
aber nur zusammen, solange der „Gemeinschaftswille“ nicht zu Gunsten
nationaler Egoismen völlig aufgekündigt wird. Gefährdet war er quasi
immer und immer wieder. Die neue Qualität ist: die EU als
Selbstbedienungsladen anzusehen und nichts weiter.

Pressekontakt:
Märkische Oderzeitung
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Telefon: 0335/5530 563
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