Mehr Transparenz bitte / Umfrage zu Kennzeichen guter Bewerbungsverfahren aus Kandidatensicht (FOTO)

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Bewerbungsverfahren vertragen aus Kandidatensicht mehr
Transparenz, Service und Schnelligkeit. Das ist das Ergebnis einer
gemeinsamen Umfrage der Recruitingplattform softgarden und der
Fachzeitschrift „Personalmagazin“, an der 1.130 Bewerber und 123
Personalverantwortliche teilgenommen haben. Die Umfrage bildet sowohl
die Kandidaten- als auch die Personalerseite in konkreten Zahlen ab.

Luft nach oben

In der Umfrage wurden die Bewerber gebeten, ein von ihnen
durchlaufenes Bewerbungsverfahren anhand von Schulnoten und
differenziert nach Kriterien zu bewerten. Das Resultat: Die
Gesamtqualität bewertet eine große Mehrheit von 64% mit „gut“ oder
„sehr gut“, sie erreicht einen Mittelwert von 2,3. Allerdings finden
26% die Qualität nur „befriedigend“ und 10% „ausreichend“ oder
„mangelhaft“. Da ist für viele Arbeitgeber noch Luft nach oben.

Transparenz

Wissen Kandidaten, was sie im Verfahren erwartet und wie lange die
einzelnen Bewerbungsschritte dauern? Das Kriterium „Transparenz“
erzielt aus Bewerbersicht in der Bewertung aktueller
Bewerbungsverfahren lediglich einen Notenmittelwert von 2,4. Dabei
ist Transparenz für Bewerber besonders relevant: 59% der Befragten
finden sie in Bewerbungsverfahren „sehr wichtig“. Für Arbeitgeber
besteht hier ein viel versprechender Ansatz, das Bewerbungserlebnis
zu verbessern.

Serviceorientierung

Das Kriterium „Service“ erzielt ebenfalls einen Mittelwert von 2,4
und mit 15% von allen Kriterien die wenigsten „sehr gut“-Bewertungen
bei den aktuellen Bewerbungsverfahren. „Der Kandidat als Kunde“
stellt aktuell vermutlich in den meisten Unternehmen allenfalls eine
Forderung dar, aber keine Beschreibung der tatsächlichen
Verhältnisse. Zwar wird „Service“ von den Kandidaten etwas niedriger
priorisiert als das Kriterium „Transparenz“, hat aber mit 91% „sehr
wichtig“ und „wichtig“-Nennungen durchaus Relevanz.

Schnelligkeit

Kandidaten mögen es schnell. 60% der Kandidaten-Teilnehmer finden,
dass der Gesamtprozess von der schriftlichen Bewerbung bis zur
finalen Zu- oder Absage nicht länger als einen Monat dauern sollte.
Jedoch entsprechen nur 28% der befragten Unternehmen dieser
Erwartung.

Verbindliche Rückmeldung nach zwei Wochen

Als Kunden haben Kandidaten gelernt, wie schnell gute
Online-Bestellsysteme funktionieren. Das prägt ihre Erwartungshaltung
gegenüber schriftlichen Bewerbungsverfahren. 64% erwarten eine
verbindliche Rückmeldung (Absage oder Einladung zum nächsten
Auswahlschritt) innerhalb von ein oder zwei Wochen. Das schaffen nur
45% der befragten Unternehmen. 17% der Arbeitgeber brauchen sogar
drei Wochen oder länger. Lediglich 10% der Kandidaten bringen diese
Geduld auf.

Fischen im Trüben

Auf den ersten Blick ergibt die doppelperspektivische Umfrage bei
vielen Aspekten keine dramatischen Abweichungen zwischen
Kandidatenwunsch und Rekrutierungspraxis. Es stimmt jedoch
nachdenklich, dass 69% der befragten Unternehmen kein systematisches
Bewerberfeedback zum Prozess einholen. Die präzise Kenntnis über die
im Verfahren erreichten Zeitspannen dürfte somit gering sein.

Brüche im Standardverfahren

Hinzu kommt, dass 47% der befragten Arbeitgeber kein
Online-Formular nutzen. Der Anteil an Unternehmen unter ihnen, die
kein Bewerbermanagementsystem verwenden, dürfte hoch sein. In
händischen Verfahren aber ist der Anteil an „vergessenen Bewerbern“
hoch, ebenso wie Brüche im Standardverfahren. Die Einschätzung der
Personaler, die Lage tatsächlich „im Griff“ zu haben, ist also kein
Ergebnis einer regelmäßigen Qualitätskontrolle aus
Kandidatenperspektive.

Messen, bewerten, optimieren und steuern

Bewerbungsverfahren sind ein zentraler Hebel für eine positive
Wahrnehmung als Arbeitgeber. Unternehmen müssen daher eigentlich die
Qualität ihrer Bewerbungsverfahren messen, bewerten, optimieren und
steuern. Nur eine Minderheit von 31% der Unternehmen jedoch holt
regelmäßig Bewerberfeedback ein. Zudem beschränken sie sich meist
darauf, diejenigen Kandidaten zu befragen, die eine Zusage erhalten
haben.

Prozessnahes Bewerberfeedback

„Arbeitgeber brauchen Verfahren, die aus dem Bewerbungsprozess
heraus und als Teil der Prozessroutine Rückmeldung von den Kandidaten
einfordern – sowie diese Rückmeldung als Prozess der kontinuierlichen
Verbesserung nutzen. So können Unternehmen aus Bewerbungsprozessen
überzeugende Bewerbungserlebnisse machen“, empfiehlt Dominik Faber,
Gründer und Geschäftsführer von softgarden.

Eine ausführliche Präsentation der Umfrageergebnisse steht auf der
Website von softgarden zum Download bereit:
https://go.softgarden.io/umfrage-was-kandidaten-wünschen

Über softgarden e-recruiting GmbH

Die E-Recruitingplattform softgarden bietet technisch zeitgemäße
Lösungen im E-Recruiting, die Mediengewohnheiten und Perspektiven von
Kandidaten integrieren. Als größter Spezialist für
E-Recruitinglösungen in Europa entwickelt softgarden permanent
innovative Angebote zur Candidate Experience und zum Active Sourcing:
Im softgarden Network sammeln sich hoch qualifizierte Bewerber, die
aktuell aktiv nach einem neuen Job suchen und von Unternehmen aller
Größen und Branchen zum Bewerben aufgefordert werden. Mit dem
softgarden Bewerbermanagementsystem wickeln HR-Abteilungen ihre
Recruitingprozesse professionell ab. Als Cloudlösung kombiniert
softgarden Multiposting auf Jobbörsen und in sozialen Netzwerken,
Bewerbermanagement und einen aktiven Kandidatenpool.
www.softgarden.de

Pressekontakt:
HR-PR Consult
Dr. Manfred Böcker GmbH
Dr. Manfred Böcker
Große Budengasse 10
50667 Köln
Telefon: 0221 93644019
E-Mail: manfred.boecker ( ) hr-pr.de
Internet: www.hr-pr.de

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