Menschen für Menschen würdigt ehrenamtliches Engagement der Helfer – Sara Nuru und Christian Ude loben Arbeit der Äthiopienhilfe

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Was macht die Stiftung Menschen für Menschen so
besonders? Für Schirmherrin Almaz Böhm ist das einfach: Die
Entwicklungsarbeit der Äthiopienhilfe sei „zum Sehen, zum Anfassen
und zum Erleben“ – für die Unterstützer wie auch für die Bevölkerung
in Äthiopien. Der Münchener Altoberbürgermeister und Mitglied im
Stiftungsrat, Christian Ude, bestätigte: „Mit der Überweisung ist es
nicht getan, sondern damit fängt es erst richtig an. Das ist ein ganz
wichtiges Merkmal von Menschen für Menschen und zeigt die Wirksamkeit
der Hilfeleistungen.“ Knapp 200 ehrenamtliche Helfer, darunter
Prominente wie Model und Moderatorin Sara Nuru, ließen sich am
Wochenende in Frankfurt am Main von Menschen für Menschen – Karlheinz
Böhms Äthiopienhilfe Berichte aus den Projektgebieten und die
Zukunftspläne vorstellen.

Almaz Böhm dankte den Gästen für ihr Engagement: „Es ist
beruhigend, dass sich so viele Menschen mit Herzblut für die Stiftung
einsetzen. Dank ihrer Arbeit entscheiden sich Menschen, für unsere
Projekte zu spenden.“ Über 500 ehrenamtliche Helfer unterstützen in
Deutschland Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe. Allein oder in einem der
rund 50 Arbeitskreise informieren die freiwilligen Helfer über die
Arbeit von Menschen für Menschen, organisieren Ausstellungen,
Büchermärkte, Kulturfeste oder Spendenläufe und sammeln auf diese
Weise Spenden. 2014 erhielt die Hilfsorganisation nach vorläufigen
Berechnungen Zuwendungen in Höhe von fast 10 Millionen Euro. Damit
die Stiftung noch mehr für das äthiopische Volk bewegen kann, werden
auch noch weitere Unterstützer gesucht.

Grundsätzlich können sich alle Menschen, die sich mit den Zielen
der Stiftung identifizieren, als Helfer bewerben. In welcher Form man
sich bei Menschen für Menschen engagieren kann, hängt von den
jeweiligen persönlichen Möglichkeiten, Kontakten, Ideen und
Erfahrungen ab. Koordiniert wird die Arbeit der ehrenamtlichen
Unterstützer durch das Büro der Stiftung in München.

Model Sara Nuru, die als Jugendbotschafterin fungiert, eröffnete
erst kürzlich – zusammen mit der Rockband Killerpilze – den Neubau
einer von der Stiftung gebauten Schule in Äthiopien. Im Vergleich zu
ihrem ersten Besuch in dem Projektgebiet 2009 konnte sie viele
Fortschritte erkennen: „Damals gab es kaum Straßen, das war jetzt
ganz anders. Auch der Häuserbau macht Fortschritte: Statt Lehmhütten
gibt es nun schon viele Wellblechhütten.“ Doch diese Einblicke sind
exklusiv. „Wir können nicht jeden Spender nach Äthiopien bringen, um
die Fortschritte der Projektarbeit vorzuführen. Also müssen wir
unsere gute Arbeit noch transparenter darstellen“, erklärte Dr. Peter
Schaumberger, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen, eine
Zielsetzung für die nächsten Jahre. Peter Renner, der im Vorstand
unter anderem für die Projektarbeit in Äthiopien zuständig ist
betonte: „Gerade die integrierten Maßnahmen und die damit verbundene
Nachhaltigkeit unserer Arbeit in den Projektgebieten führen zu einer
deutlichen Verbesserung der Lebensumstände der Menschen.“

Das Gedenken an den vor knapp einem Jahr verstorbenen
Stiftungsgründer Karlheinz Böhm sorgte beim Kongress für große
Emotionen. Ato Berhanu Negussie ist Landesrepräsentant der Stiftung
in Äthiopien, er hat jahrzehntelang mit Karlheinz Böhm
zusammengearbeitet, anfangs als Dolmetscher. Er erinnerte sich nun an
die schwierigen Anfänge: „Karl kam mit offenen Armen und viel Liebe
nach Äthiopien, aber er kannte weder die Traditionen noch die
Sprache.“ Bewegt sprach Negussie über Böhm: „Er war mein Chef, mein
Vater, mein Lehrer, mein Freund – er war alles für mich. Karlheinz
hat uns den Weg gezeigt und wir werden ihn fortsetzen.“

Seit über 30 Jahren arbeitet Menschen für Menschen mit
äthiopischen Mitarbeitern an der Entwicklung ganzer Regionen in dem
ostafrikanischen Land am Horn von Afrika. Dabei steht der Leitgedanke
Hilfe zur Selbstentwicklung im Vordergrund. Karlheinz Böhms
Äthiopienhilfe setzt auf das Prinzip der „integrierten ländlichen
Entwicklungsprojekte“. Dazu werden Maßnahmen für eine nachhaltige
Entwicklung aus den Bereichen Landwirtschaft und Erosionsschutz,
Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen miteinander vernetzt.
Derzeit engagiert sich die Stiftung mit über 700 äthiopischen
Mitarbeitern in elf regionalen Projektgebieten für bessere
Lebensbedingungen der Menschen.

Die Hilfsorganisation kann zahlreiche Erfolge vorweisen: Bisher
wurden durch Menschen für Menschen in Äthiopien unter anderem 2.009
Wasserstellen (Brunnen), 396 Schulen, 86 Gesundheitsstationen und 14
Polikliniken gebaut; über 300.000 Menschen haben an einer
Alphabetisierungskampagne teilgenommen. An die 70.000 Frauen
erhielten hauswirtschaftliche Weiterbildungsmaßnahmen und 22.000
Frauen haben am Kleinkreditprogramm teilgenommen. Rund 50.000
Kilometer Stein- bzw. Erdwälle wurden im Kampf gegen Erosion gebaut
und 173 Millionen Baumsetzlinge verteilt. Rund 400.000 Schülerinnen
und Schüler werden pro Jahr in den von Menschen für Menschen gebauten
Schulen unterrichtet.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.menschenfuermenschen.de

Information Äthiopien

Äthiopien gehört mit seinen rund 97 Millionen Einwohnern nach wie
vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen
liegt nach Angaben der Weltbank bei nur 470 US-Dollar (2013). Weit
über 20 Prozent der Bevölkerung lebt in extremer Armut und muss mit
weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Nahezu jedes dritte Kind
ist unterernährt. Rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen können
den Unterricht nicht altersgerecht besuchen. Und das große
Bevölkerungswachstum von 2,89 Prozent (Zum Vergleich Deutschland:
0,25 Prozent) lässt erwarten, dass trotz vielfältiger Bemühungen die
Lage in Äthiopien noch angespannt bleibt.

Quellen: Weltbank, The World Factbook (CIA), Auswärtiges Amt, Human
Development Reports (UN)
(Stand: Januar 2015)
Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (Stand: 2013)

Über Menschen für Menschen:

Am 16. Mai 1981 legte der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm mit
seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“ den
Grundstein für seine Äthiopienhilfe. Am 13. November 1981 gründete er
die Stiftung Menschen für Menschen. Seitdem leistet die Organisation
Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen sogenannter
integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für
Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen
Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Die
Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für
soziale Fragen (DZI). Bei einer Untersuchung von
Spendenorganisationen der Stiftung Warentest für die Ausgabe 11/2014
der Zeitschrift Finanztest schnitt Menschen für Menschen „besonders
gut“ ab. Die Wertung „sehr gut“ erhielt die Stiftung bei einem
Transparenz-Test (2014), der von der gemeinnützigen und unabhängigen
Phineo AG in Kooperation mit Spiegel online durchgeführt wurde.

Spendenkonto der Stiftung Menschen für Menschen:
Spendenkonto: 18 18 00 18
Stadtsparkasse München
BLZ 701 500 00 SWIFT
(BIC): SSKMDEMM
IBAN: DE64 7015 0000 0018 1800 18
www.menschenfuermenschen.de

Fotos von der Veranstaltung können bei der Stiftung Menschen für
Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe angefordert werden.

Besuchen Sie uns auch auf Facebook unter:
https://www.facebook.com/menschenfuermenschen

Pressekontakt:
Stiftung Menschen für Menschen
Erich Jeske
Brienner Straße 46,
80333 München, Germany
E-Mail: erich.jeske@menschenfuermenschen.org
Tel.: +49 89 383979-87
Fax: +49 89 383979-70

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