Menschen pflegen statt Akten wälzen / Staatssekretär Laumann und Pflegeeinrichtungen stellen Fortschritte bei der Entbürokratisierung der Pflege in Hamburg vor

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Sperrfrist: 01.06.2015 18:00
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Gemeinsam mit Vertretern aus privaten Pflegeheimen und ambulanten
Diensten des bpa hat der Pflegebeauftragte der Bundesregierung,
Staatssekretär Karl-Josef Laumann, heute in Hamburg über die laufende
Verschlankung der Pflegedokumentation informiert. Nachdem der
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) als
mitgliederstärkster Pflegeverband bereits fünf Multiplikatoren
ausgebildet hat, können nun Schritt für Schritt weitere Pflegedienste
und Einrichtungen auf das neue System einer Pflegedokumentation
umstellen, die mit deutlich weniger Papier alle rechtlichen
Anforderungen erfüllt.

Staatssekretär Laumann und Elisabeth Beikirch vom Projektbüro
Ein-STEP stellten das mit allen Akteuren entwickelte schlanke
Dokumentationssystem und dessen Zielsetzung vor. Uwe Clasen, der
Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle, präsentierte die bisherigen
Erfahrungen und die weitere Umsetzung in Hamburg. Im Rahmen dieser
werden die Einrichtungen und Dienste aktiv begleitet.

Die überbordende Bürokratie in der Pflegedokumentation habe sich
in den vergangenen Jahren zum Motivationskiller entwickelt, weiß die
Landesvorsitzende des bpa in Hamburg, Karin Kaiser. „Das neue Modell
setzt das richtige Signal, sich wieder voll auf die Pflegebedürftigen
zu konzentrieren und die Dokumentation auf das Nötigste zu
beschränken, und nicht massenhaft Checklisten ohne Notwendigkeit
auszufüllen.“ Professionell Pflegende dürften künftig wieder stärker
auf ihr Fachwissen vertrauen.

Das Modell der vereinfachten Pflegedokumentation wurde vom
Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam mit den Praktikern des bpa
und der Freien Wohlfahrtspflege entwickelt und soll jetzt Schritt für
Schritt bundesweit umgesetzt werden. Die ersten Hamburger
Einrichtungen des bpa werden in Kürze, begleitet von den speziell
ausgebildeten Multiplikatoren, mit der Umsetzung starten.

„Eine vereinfachte Pflegedokumentation erhöht die Attraktivität
des Berufs für Fachkräfte, da sie sich noch stärker den eigentlichen
Aufgaben widmen können“, ist sich Uwe Clasen sicher. Weniger
Bürokratie auch durch eine vereinfachte Dokumentation sei eine
wichtige Maßnahme, um den Beruf attraktiver zu machen. „Damit stärken
wir das Selbstverständnis und Selbstbewusstsein professionell
Pflegender und stellen die Arbeit mit den Pflegebedürften deutlicher
in den Mittelpunkt der Arbeit.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
350 in Hamburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. In Hamburg repräsentiert der bpa mehr als 50 Prozent
aller Anbieter von Pflegeleistungen. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000
Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Uwe Clasen, Leiter der Landesgeschäftsstelle,
Tel.:(040) 253 07 16-0, www.bpa.de

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