Menschenketten gegen Rassismus am 18.& 19. Juni / 40 Organisationen von Amnesty International bis zum Zentralrat der Muslime rufen zur Teilnahme in Bochum, Berlin, Hamburg, Leipzig und München auf

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Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“
werben rund 40 Nichtregierungsorganisationen für die Teilnahme an
Menschenketten in fünf Großstädten. In Berlin, Bochum, Hamburg,
Leipzig und München werden am kommenden Wochenende Zehntausende
Menschen kirchliche und soziale Einrichtungen,
Flüchtlingsunterkünfte, Kulturstätten und Rathäuser verbinden. Damit
möchten die Initiatoren ein starkes Signal für ein weltoffenes und
vielfältiges Deutschland setzen.

Auch zahlreiche Prominente werben für die Teilnahme, darunter der
Fußballer Gerald Asamoah, die Schauspieler Benno Fürmann und Michaela
May, Kabarettist Urban Priol, Sänger Michael „Breiti“ Breitkopf von
den Toten Hosen sowie die Journalistin Kübra Gümüsay. Bischof Markus
Dröge, Leiter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische
Oberlausitz, stellte heute während einer Pressekonferenz des
Bündnisses klar:

„Christlich sein heißt, dem Nächsten und gerade dem fremden
Nächsten zu helfen. Die Würde jedes Menschen ist unantastbar.
Rassismus ist menschenfeindlich. Deshalb stehen wir zusammen und
bilden eine Kette, Hand in Hand für Menschenrechte und Vielfalt.“

Mohamad Hajjaj, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime
Landesverband Berlin, betonte die Bedeutung des Bündnisses für
Muslime:

„Angesichts von zunehmenden Anfeindungen gegen Muslime ist es
wichtig, dass sich Menschen mit unterschiedlichen religiösen und
kulturellen Traditionen Hand in Hand gegen Rassismus stellen. Als
Betroffene und als Bürger dieses Landes machen wir hierbei
selbstverständlich mit unseren Moscheegemeinden aktiv mit. Ich freue
mich auf die Verbundenheit mit Kirche und Synagoge als Glied der
Menschenkette.“

Für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die erst
kürzlich einen neuen Bericht über rassistische Gewalt in Deutschland
veröffentlicht hat, sagte Generalsekretärin Selmin Çaliskan:
„Rassistische Straftaten gegen Geflüchtete und andere People of Color
müssen viel konsequenter untersucht und bestraft werden. Das wäre das
richtige Signal einer Regierung, die gerade auch in herausfordernden
Zeiten zu ihren Werten und Rechten wie Freiheit, Gleichheit und
Respekt steht.“

Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, machte
deutlich, dass Geflüchtete die Solidarität der Gesellschaft brauchen:
„Als Gewerkschaften treten wir ein für eine Gesellschaft, an der alle
auf Augenhöhe teilhaben können. Daher brauchen Geflüchtete unsere
anhaltende Solidarität. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie zum
billigen Jakob des Arbeitsmarktes gemacht werden. Allerdings
benötigen Geflüchtete genauso Unterstützung wie Langzeitarbeitslose
oder junge Menschen ohne Berufsabschluss. Als Gewerkschaften kämpfen
wir für soziale Gerechtigkeit – und lassen uns nicht gegeneinander
ausspielen.“

Barbara John, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Berlin, hob
die Verantwortung jedes Einzelnen in der Zivilgesellschaft hervor:
„Ein demokratischer Staat kann nicht besser sein als seine
Staatsbürger. Jeder Einzelne kann sich in seinem Wirkungskreis
bedingungslos und verantwortungsvoll für das friedfertige
Zusammenleben von Unterschiedlichen couragiert einsetzen. Mit den
Menschenketten wollen wir zeigen, dass wir als Bürgergesellschaft
zusammenhalten. Nur so kann der Schutz von Minderheiten und
Schwachen gewährleistet werden in einer offenen Gesellschaft.“ Auf
den Kundgebungen zu den Menschenketten werden zahlreiche Prominente
sprechen, unter anderen DGB-Chef Reiner Hoffmann (Berlin),
ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske (Bochum), der Vorsitzende des
Zentralrats der Muslime Ayman Mazyek (Hamburg), Oberbürgermeister
Burkhard Jung (Leipzig) und Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth
(München).

Hinweise:

Aufruf, Routendetails und Treffpunkte auf der Kampagnenseite:
www.hand-in-hand-gegen-rassismus.de

Teilnehmerzahlen: werden am 19.6. ab 16:00 Uhr in einer
Pressemitteilung über ots und per E-Mail genannt.

Bündnislogo (cmyk, 300 dpi, 1,9 MB):
www.kurzlink.de/Logo-Hand-in-Hand

Videos von Prominenten (zum Herunterladen und einbetten):
Dateien zum Download: http://kurzlink.de/VideoHiHWeT
Youtube-Playlist: http://kurzlink.de/VideoHiHYouT

Zum Trägerkreis des Bündnisses gehören: Amnesty International
Deutschland, Brot für die Welt, Campact, Der Paritätische, Deutscher
Gewerkschaftsbund, Diakonie Deutschland, Lesben- und Schwulenverband
Deutschlands, Misereor, NaturFreunde Deutschlands, Oxfam, Pro Asyl,
Union progressiver Juden in Deutschland, Venro, Zentralrat der
Muslime in Deutschland.

Unterstützende Organisationen: AWO Arbeiterwohlfahrt, Attac,
Bundesverband Deutsche Tafel, Dachverband der
Migrantinnenorganisationen, Deutscher Frauenrat, Deutscher Kulturrat,
Deutsches Kinderhilfswerk, Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern,
Humanistische Union, Interkultureller Rat in Deutschland, IPPNW
Hamburg, Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland,
Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland, Liberal-Islamischer Bund,
medica mondiale, München ist bunt, Stiftung für die internationalen
Wochen gegen Rassismus, terre des hommes Deutschland.

Das Bündnis wurde initiiert von: Amnesty International
Deutschland, Campact, NaturFreunde Deutschlands, Pro Asyl

Pressekontakt:
Amnesty International (030) 420 24 83 06 | presse@amnesty.de
Campact (04231) 95 75 90 | presse@campact.de
NaturFreunde Deutschlands (030) 29 77 32 65 | presse@naturfreunde.de
PRO ASYL (069) 24 23 14 30 | presse@proasyl.de

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