Minister Schmidt stellt sich gegen ein gesetzliches Verbot der Kükentötung / VIER PFOTEN ruft nun Bundestagsabgeordnete zur Handlung auf

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Bundesminister Christian Schmidt stellt
sich gegen ein gesetzliches Verbot der Tötung männlicher
Legehennen-Küken. Wie aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft hervorgeht, möchte Schmidt den von den
Bundesländern beschlossenen Gesetzesentwurf zur Änderung des
Tierschutzgesetzes nicht verkünden.

Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN kritisiert
die Stellungnahme des Bundesministers und ruft die Abgeordneten des
Bundestages dazu auf, sich den Bundesländern anzuschließen und sich
für ein Verbot der Kükentötung stark zu machen.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN: „Auf die
Freiwilligkeit, auf die der Bundesminister setzt, können wir nicht
vertrauen. Nur ein gesetzlicher Rahmen kann das Leid der Tiere
dauerhaft verhindern. Zudem zielt die Initiative der Bundesländer
auch darauf ab, einen sicheren Rechtsrahmen zu finden für die
Fragestellung, ob ein Tier aus rein wirtschaftlichen Gründen getötet
werden darf. Diese Chance, dem Staatsziel Tierschutz Leben
einzuhauchen, sollten alle Beteiligten unbedingt nutzen.“

Hintergrund: Kurz nach dem Schlüpfen werden die Brüder von
künftigen Legehennen aussortiert und getötet. In Deutschland sind
jährlich zwischen 40-50 Mio. männliche „Eintagsküken“ betroffen.

VIER PFOTEN widmet sich seit Jahren mit Partnern aus dem
Einzelhandel und der Legehennenbranche diesem Thema und zeigt, wie
Alternativen aussehen können. Das Pionierprojekt „Haushuhn und
Gockelhahn“, bei dem auch männliche Legehennen-Küken in artgemäßer
Freilandhaltung aufwachsen, hat in Österreich einer flächendeckenden
Branchenlösung für die Bio-Eierproduktion den Weg geebnet: Im Mai
2015 einigten sich die großen Brütereien, der Biodachverband und der
Lebensmitteleinzelhandel darauf, dass in Zukunft für Bio-Eier keine
männlichen Eintagsküken mehr getötet werden.

Verbraucher können sich mit der Teilnahme an unser Petition aktiv
für einen Stopp der Kükentötung einsetzen: http://ots.de/UvlCn.

Printfähige Bilder stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage honorarfrei
zur Verfügung.

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich
für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und
Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN
artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere. Bären und
Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN
Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in
der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die
Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in
ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER
PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche
Büro wurde 1994 gegründet und ist eine von weltweit 11
Niederlassungen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen
Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen.
www.vier-pfoten.de

Presserückfragen an VIER PFOTEN:

Anna-Lena Krebs
Pressestelle VIER PFOTEN Deutschland
Tel.: +49-40-399 249-44
Mail: presse-d@vier-pfoten.org
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg
www.vier-pfoten.de

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