Mit Interim Management die digitale Transformation schaffen / Vorurteile sorgen dafür, dass Unternehmen ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen

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Interim Manager sind befristete Führungskräfte
und haben mit einer Reihe von Vorurteilen zu kämpfen. Diese kommen
besonders aus den Reihen der festangestellten Führungskräfte, die
selbst noch keinerlei Erfahrungen mit Interim Managern gemacht haben.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage im Auftrag von
Auckland Partners unter 255 deutschen Führungskräften. Von den
Befragten haben lediglich 42 Prozent bereits mit den Managern auf
Zeit zusammengearbeitet. Und diese glauben ganz im Gegenteil, dass
die temporären Chefs Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung fit
für die Zukunft machen können.

Vorurteile vs. Tatsächliche Kompetenzen

In Unternehmen, in denen noch kein Interim Manager eingesetzt
wurde, glauben 71 Prozent der Führungskräfte, dass diese für
Transformationsprozesse der Digitalisierung ungeeignet sind. Dies ist
eines der Vorurteile, mit denen die befristeten Manager zu kämpfen
haben. Erfahrungswerte können diese Fehleinschätzung allerdings
korrigieren. Über die Hälfte der Führungskräfte, die bereits mit
Interim Managern gearbeitet haben, finden das diese für die Umsetzung
von Transformationsprozessen ganz im Gegenteil gut geeignet sind.
Dennoch kommen die Manager auf Zeit bisher hauptsächlich aus zwei
Gründen ins Unternehmen: 63 Prozent werden für die Umsetzung eines
Projekts an Bord geholt, 39 Prozent überbrücken kurzfristig eine
Vakanz. Nur jeder achte Interim Manager wurde für Transformationen im
Bereich der Digitalisierung geholt. Dabei schätzen die befragten
Führungskräfte ganz besonders die Führungskompetenz der Interim
Manager (41 Prozent) und deren Fähigkeit, realitätsnahe Konzepte zur
Umsetzung von Projekten zu entwickeln (43 Prozent).

Ähnlich verhält es sich an anderer Stelle: Nur ein Drittel der
Führungskräfte ohne Erfahrungswerte glaubt, dass ein Manager auf Zeit
als interner Coach geeignet ist. Die meisten glauben also nicht, dass
sie Führungskräften das Handwerkszeug für eine eigenständige
Bearbeitung von Problemen der digitalen Transformation mitgeben
können. Die Durchführung von komplexen Projekten trauen sogar nur 26
Prozent einem Interim Manager zu. Hat ein Unternehmen jedoch bereits
mit Interim Managern gearbeitet, steigt der Anteil der überzeugten
Führungskräfte um jeweils mehr als zehn Prozent.

Interim Manager für die digitale Transformation

Die Ergebnisse der Umfrage fördern zudem eine interessante
Entdeckung zu Tage: Der Einsatz von Interim Managern und die Frage,
ob die Digitalisierung ein zentrales Unternehmensthema ist, hängen
anscheinend zusammen. Denn während 71 Prozent der Führungskräfte, die
bereits mit Interim Managern gearbeitet haben, die digitale
Transformation als ein zentrales Thema im Unternehmen ansehen, ist
dies nur bei knapp der Hälfte der anderen Führungskräfte der Fall. Je
eher Unternehmen also die digitale Transformation als wichtiges
Kernthema wahrnehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass
externe Fachkräfte Kompetenzlücken ausfüllen – oftmals mit der
Unterstützung von Interim Managern. Ein Punkt, der hier eine
entscheidende Rolle spielen kann, ist die internationale Erfahrung
eines Managers auf Zeit. Das Silicon Valley beispielsweise kann als
fruchtbarer Boden dienen, um innovative Produkte und Prozesse
kennenzulernen und umzusetzen. Dort gemachte Erfahrungen kann ein
Interim Manager später in deutsche Unternehmen tragen und am Puls der
Zeit Änderungen und Fortschritt initiieren und begleiten. So sind im
Innovations-Inkubator nahe San Francisco die Investitionen in das
Internet of Things (IoT) größer, als in ganz Deutschland. Dies sind
internationale Erfahrungswerte im Bereich der Digitalisierung, die
für deutsche Unternehmen essentiell sein können.

Externe Fachkräfte sind zudem vor allem notwendig, da viele
Unternehmen die digitale Kompetenz der eigenen Führungskräfte nicht
genügend stärken. Denn obwohl 96 Prozent der Führungskräfte der
Meinung sind, dass die digitale Kompetenz wichtig bis äußerst wichtig
ist, bauen mehr als ein Drittel der Unternehmen diese Kompetenzen der
eigenen Führungskräfte nicht aus. Dies führt zu einem Mangel an
Fachkräften, wie ebenfalls ein Drittel der Befragten bestätigt.
Gebremst durch Vorurteile gegenüber den externen Management-Experten
bleiben Unternehmen daher gerade im Bereich der digitalen
Transformation oftmals weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Pressekontakt:
Nicole Dau
Oseon
040-22 81 700-14
ap@oseon.com

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