Mit Spielen Sprachbarrieren überwinden

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Täglich kommen Hunderte Flüchtlinge nach Deutschland. In den Unterkünften prallen verschiedene Kulturen aufeinander. Die Kommunikation unter den Flüchtlingen und mit den deutschen Helfern ist schwierig und das Thema „Langeweile“ steht vielerorts auf der Tagesordnung. Dagegen wollen die Schülerinnen und Schüler der SRH Fachschule für Ergotherapie in Düsseldorf etwas tun. Mit selbsterstellten Spieleboxen besuchen sie drei Flüchtlingsunterkünfte in der Region.

Düsseldorf, 23. März 2016

Auf das zweite Ausbildungsjahr freuen sich die Schülerinnen und Schüler der SRH Fachschule immer besonders: Im Projektunterricht haben sie die Möglichkeit, sich wie im echten ergotherapeutischen Berufsleben zu fühlen. Für ihr aktuelles Projekt mit dem Namen „Spielend (kennen-)lernen“ haben die Teilnehmer drei Boxen erstellt: Darin befinden sich selbst ausgewählte und handgefertigte Spiele – unter anderem Rummy Cup, Mikado, Boccia, Puzzle und Wikinger-Schach. Alle Spiele beinhalten eine Anleitung in deutscher und englischer Sprache sowie teilweise auch Bilderstrecken. In den nächsten Tagen werden die 21 Fachschülerinnen und Fachschüler drei Flüchtlingsheime in Dormagen, Meerbusch und Düsseldorf besuchen und ihre selbst angefertigten Spieleboxen vorstellen und mit den Flüchtlingen in Betrieb nehmen.

„Das Spiel ist eine wunderschöne Form, um gemeinsam zu agieren. Die Spieleboxen sollen die Flüchtlinge in ihrer Kommunikation und Freizeitgestaltung unterstützen und somit für weniger Langeweile sorgen. Da die Boxen vor Ort bleiben, hoffen wir auf einen nachhaltigen Effekt“, erklärt Jochen Hüttemann, Schulleiter der SRH Fachschule für Ergotherapie in Düsseldorf. Um die gewünschte Nachhaltigkeit zu überprüfen, besuchen die angehenden Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten die Flüchtlingsunterkünfte eine Woche später noch einmal. In Gesprächen mit den Flüchtlingen wollen sie herausfinden, inwieweit sie in ihrem Alltag von den Spieleboxen profitieren können.

„Durch die Projektarbeit kommen die Schüler dem therapeutischen Handeln und Arbeiten nah. Zudem wird hier die Eigenverantwortlichkeit gefördert“, sagt Hüttemann. Auch weitere Kompetenzen werden hierdurch gestärkt: Die angehenden Therapeuten stärken und entwickeln ihre Handlungskompetenz beim Einsatz ihrer Spieleboxen weiter.

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