Mittelbayerische Zeitung: Denkzettel / Kommentar zum Streit um das Politiker-Derblecken auf dem Münchner Nockherberg

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Barbara Stamms Nockherberg-Boykott ist
konsequent. Sie fand Kinsehers Fastenpredigt genausowenig lustig, wie
den Nachtarock des Paulaner-Chefs. Wo sich die Grande Dame der CSU
nicht willkommen wähnt, bleibt sie weg. Das ist ihr gutes Recht. In
Frauen-Fragen versteht Stamm ohnehin wenig Spaß. Schutzinstinkte
erwachen speziell, wenn es um CSU-Kolleginnen geht – wohl, weil diese
tendeziell auch in der eigenen Partei nicht unter Artenschutz stehen.
In Sachen Nockherberg kann man wie Stamm reagieren, man muss es aber
nicht. Das zeigt sich allein daran, dass einzig Sozialministerin
Emilia Müller dem Beispiel der Landtagspräsidentin folgte. So oder so
ist es für die Nockherberg-Macher ein Denkzettel. Die Rechnung, dass
Politiker jedes Jahr brav zum Derblecken pilgern und hübsch lächeln,
egal wie heftig sie verspottet werden, muss nicht immer aufgehen. Im
Sinne des Frauenschutzes hat in der Debatte aber auch Kabarettistin
Luise Kinseher ein wenig Verständnis verdient. Über die Qualität
ihrer Pointen mag man streiten. Eine Frauenfeindin ist sie sicher
nicht.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
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