Mittelbayerische Zeitung: Ermutigendes Signal / Kommentar zu Blutspenden

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Nach Blutspendern wird gerufen, die
Freiwilligen kommen. Es ist ein gutes Signal, wenn das so prompt
funktioniert, wie nach dem Aufruf des Roten Kreuzes. Ein Gefühl des
gesellschaftlichen Zusammenhalts scheint es also noch zu geben.
Andererseits ist der Anteil der Bevölkerung, der regelmäßig Blut
spendet, gering. Bayernweit sind es rund drei Prozent. Im Sommer,
wenn viele der sonst zuverlässigen Spender im Urlaub sind, ist es da
schwierig, genug Konserven vorrätig zu halten. Folglich schlugen BRK
und das private Blutspende-Unternehmen Haema Alarm. Eine geringere
Zahl von Spendern, die sich bei Haema Blut abzapfen lassen, hat aber
möglicherweise auch mit dem Geschäftsmodell zu tun. Im Unterschied
zum gemeinnützig orientierten BRK ist Haema ein
Wirtschaftsunternehmen, das aus dem Verkauf der Blutkonserven an
Kliniken Gewinn erwirtschaften will. Zum Blutspenden geht aber in der
Regel, wer anderen Menschen etwas Gutes tun möchte. Auch der BRK
erwirtschaftet Gewinn, aber er wird dann hoffentlich anders
investiert, als das bei einem profitorientierten Unternehmen der Fall
ist, hofft man zumindest als Spender.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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