Mittelbayerische Zeitung: Fraglicher Weg / Kommentar zur Datensicherheit in Sozialen Netzwerken

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Die Frage, wie mit zentral gespeicherten
persönlichen Daten, Gesprächen und Bildern im Internet umzugehen ist,
ist eine der wichtigsten überhaupt. Denn in der digitalen Welt sind
diese Daten der Schlüssel zu Macht und Geld. In den falschen Händen
können sie Existenzen zerstören. Da ist es erst einmal beruhigend,
wenn soziale Netzwerke die Daten ihrer Nutzer schützen – auch über
deren Tod hinaus. Beunruhigend hingegen ist, dass die – in erster
Linie profitorientierten – Anbieter der sozialen Netzwerke die Regeln
und Standards für diesen postmortalen Schutz selber festlegen.
Festlegen müssen, weil es bis dato keine gesetzlichen Vorgaben gibt,
wie im Todesfall mit Online-Accounts zu verfahren ist. Dabei sind
viele Punkte offen: Man kann beispielsweise hinterfragen, inwieweit
E-Mails, Chats und Postings realen Briefen gleichzustellen sind, ob
sie den rechtmäßigen Erben zugänglich gemacht werden müssen oder was
sonst mit ihnen geschieht. Und man kann fragen, wie die Rechte
Dritter in diesen Fällen zu schützen sind. Aber es sollten nicht die
Anbieter der sozialen Netzwerke sein, die die Antworten auf diese
Fragen geben.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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