Mittelbayerische Zeitung: Kommentar Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) zu den Ermittlungen im Fall Anis Amri

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Ist es wirklich so, dass der
nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger nichts hätte tun
können, wie er behauptet? Ist es richtig, dass er mit dem Finger auf
Berlin deutet, wenn es darum geht, warum Anis Amri durch das Netz der
Behörden schlüpfen konnte? Vielleicht. Viel wahrscheinlicher aber
ist, dass im Fall des Attentäters von Berlin viele Behörden
gleichzeitig unfähig waren, auf die Bedrohung, die von Amri ausging,
zu reagieren, schlicht, weil er durch die bestehenden Raster fiel.
Dieser Fehler darf sich nicht wiederholen. Nichts wäre fataler, als
wenn Amris Beispiel Schule machen würde. Die Frage ist nur: Wie soll
das geschehen, wenn auch das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum mit zu
dem Netz gehörte, dessen Maschen zu grob waren, um einen
gewaltbereiten und bereits auffälligen späteren Attentäter zu fassen.
Als mögliche Antwort sollte abseits aller Empörung der Vorschlag von
Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Kompetenzen der Länder an den
Bund abzutreten, noch einmal überdacht werden. Und mit einem hat
NRW-Innenminister Jäger Recht: Absolute Sicherheit wird es niemals
geben können.

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Mittelbayerische Zeitung
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