Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zu Merkel in Afghanistan

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In Aghanistan sind seit Beginn des Krieges 53
deutsche Soldaten gefallen. Wer über die Worte „Krieg“ und „gefallen“
stolpert, braucht sich nicht zu wundern; die deutsche Politik scheut
sich bis heute, sie zu verwenden, wie sie generell den Einsatz am
Hindukusch viel zu lange beschönigt hat. Und so feige die Wortwahl
der deutschen Politik in Sachen Afghanistan ist, so falsch ist auch
der Umgang mit dem Krieg am Hindukusch jetzt, da sich der Einsatz dem
Ende nähert. Afghanistan werde in Verantwortung der örtlichen Kräfte
übergeben, heißt das Ziel. Was geschieht, wenn die Nato-Truppen
abgezogen sind, kann sich jeder lebhaft vorstellen. Dazu hätte es
nicht erst des jüngsten tödlichen Angriffs auf die Bundeswehr
bedurft. Zwölf Jahre nach Kriegsbeginn ist nichts gut in Afghanistan.
Die Taliban sind weder besiegt, noch vertrieben. Und es ist ihnen
gelungen, die einst als Befreier gefeierten Nato-Truppen als Gegner
darzustellen. Der Tod von 53 Deutschen ist schrecklich; umso mehr,
als der Erfolg des Einsatzes, in dem sie gestorben sind, mehr denn je
in den Sternen steht.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
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