Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zu Steuerhinterziehung

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Steuerhinterziehung gilt hierzulande immer noch
als Kavaliersdelikt. Dabei könnte alleine der Kampf gegen
Manipulationen an den Ladenkassen nach Schätzung der
Steuergewerkschaft und des Bundesrechnungshofes dem Staat bis zu zehn
Milliarden Euro pro Jahr mehr einbringen. Zum Vergleich: Die Pkw-Maut
bringt zwischen 300 und 700 Millionen Euro. Bremser ist übrigens
derjenige, der bei Finanzen sonst keinen Spaß versteht: Wolfgang
Schäuble. Interessant ist, dass Deutschland immer dann schnell den
Zeigefinger erhebt, wenn es um Verfehlungen anderer geht – siehe
Griechenland. Sicher: Die Milliarden, die dem Fiskus durch Betrüger
durch die Lappen gehen, führen nicht dazu, dass Deutschland in
Notlage gerät. Unsolidarisch ist Steuerhinterziehung aber immer –
egal in welchem Land. Und über das Geld, das sich der deutsche Staat
aus Schlamperei entgehen lässt, würden sich nicht nur
Kita-Angestellte freuen.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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