Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Hochreiter zu Warnstreiks

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Aktuell weiß man gar nicht so genau, wer gerade
warnstreikt oder damit droht. Fakt ist: In Deutschland laufen mehrere
Tarifverhandlungen mit der traditionellen Begleitmusik der
befristeten Arbeitsniederlegung. Am heutigen Dienstag hat die
Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Beispiel fast 1000 Postboten im
Freistaat aufgerufen, die Sendungen einen Tag liegen zu lassen. In
der Regel ist das kein Drama, schließlich gibt es ja noch die
elektronische Post und private Briefdienstleister. Doch wenn die
Deutsche Lufthansa an einem einzigen Tag fast 1700 Flüge canceln
muss, ist das bitter – nicht nur für die Passagiere, sondern für das
Unternehmen. Es erscheint nicht ganz fair, dass Gewerkschaften dann
einen größeren Druck ausüben können, wenn ihre Mitglieder an den
Schalthebeln der Verkehrsinfrastruktur sitzen. Man stelle sich vor,
wie das etwa im Pflegebereich aussehen könnte. Da hätten die
Beschäftigten in Anbetracht der schlechten Bezahlung allen Grund zu
protestieren. Doch dass sie ihre Arbeit in den Heimen und Kliniken
einen ganzen Tag ruhen lassen, kann man sich kaum vorstellen.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
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