Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Thomas Spang zu USA/Amoklauf/Waffen

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Wenn Massenmorde zur Routine werden, gibt es
ein Problem. Präsident Obama versteht das besser als viele andere. Im
Schnitt musste er in seiner Amtszeit mehr als zweimal im Jahr vor die
Kameras treten, um Opfer einer Massenschießerei zu beklagen. Ginge es
nach ihm, hätten die USA längst Gesetze, die dafür sorgten, dass
Waffen nicht ohne weiteres in die Hände von Personen gelangen, die
andere oder sich selber töten wollen. Doch die Waffenlobby und deren
durch Wahlkampfspenden gekauften Helfershelfer im Kongress lassen
sich durch nichts erweichen. Ob Kinobesucher oder Kinder, Schwarze
oder Studenten abgeschlachtet werden – sie stimmen immer wieder
dieselbe Leier an. Das Problem sei nicht der leichte Zugang zu
automatischen Handfeuer-Waffen und Kriegsgewehren, sondern die
Restriktionen. Schon gar nicht empfänglich zeigen sich Amerikas
Waffennarren für empirische Befunde, die ihre gebetsmühlenhaft
vorgetragenen Behauptungen als falsch widerlegen. Ohne jeden Zweifel
sorgen strengere Gesetze für weniger Tote. Und Waffenbesitz
verhindert keine Massaker. Tatsächlich ereignen sich zwei Drittel der
Blutbäder in Bundesstaaten, die besonders laxe Regeln haben.

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