Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Asylanträgen: Mehr Klarheit, von Reinhard Zweigler

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Manfred Schmidt, viel gescholtener Chef des
Nürnberger Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, hat Recht.
Während Bayern für die Aufnahmezentren für Asylbewerber speziell aus
Balkan-Staaten heftig gescholten wird – gar von „Selektion“ ist die
Rede – tun viele andere Bundesländer nichts anderes. Es ist sinnvoll,
Flüchtlinge aus Ländern, die nur eine geringe Anerkennungsquote der
Asylanträge erwarten lassen, nicht erst über das ganze Land zu
verteilen, sondern sie in den Erstaufnahmelagern zu belassen, um sie
dann, wenn der Antrag abgelehnt wurde, in ihre Heimatländer
zurückzuschicken. Auf einem ganz anderen Blatt steht dagegen, dass
auch für diese Menschen die gleiche Rechtsstaatlichkeit gilt wie für
alle anderen Flüchtlinge. Ihre Anträge müssen genauso gewissenhaft
und rechtsstaatlich einwandfrei bearbeitet werden wie etwa die von
Kriegsflüchtlingen aus Syrien oder dem Irak. Die Betroffenen müssen
jedoch sehr viel schneller erfahren, ob sie in Deutschland bleiben
dürfen oder nicht. Bei den meisten Asylbewerbern aus Balkanstaaten
ist Letzteres nicht der Fall. Deshalb ist auch die Aufklärung in den
Heimatländern wichtig, damit gar nicht erst der Weg nach Deutschland
angetreten wird und kriminelle Schlepper noch Geschäfte machen
können.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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