Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Merkels Flüchtlingskurs: Alternativen, von Sebastian Heinrich

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Über Flüchtlingsprojekten wie dem in Ingolstadt
schwebt dieser eine Satz von Angela Merkel: Wir schaffen das. Es gibt
aber auch ein Merkel-Adjektiv, die Kanzlerin hat es 2010 zum
Schlagwort in der Euro-Krise gemacht: alternativlos. Es zu verwenden,
war ein großer Fehler. Denn nichts ist alternativlos. Auch nicht
Merkels Kurs in der Flüchtlingskrise. Es gibt sie natürlich, die
Alternative zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Nur: Es
ist eine schlechte. Deutschland hat diese Alternative ja jahrelang
praktiziert: Wegschauen, Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen,
Länder wie den Libanon und Jordanien mit ihren Flüchtlingslagern
alleine lassen. Die Folge: tausende Menschen sind seit der
Jahrtausendwende auf der Flucht gestorben – und trotzdem haben sich
die Menschen weiter auf den Weg gemacht, um Krieg und Elend zu
entkommen. Was Angela Merkel mit ihrem „Wir schaffen das“ meint, ist
die bessere Option: Aufnahme von Hilfsbedürftigen mit Augenmaß,
europäische Solidarität, Unterstützung für die Herkunftsländer. Nur
eine solche Politik passt zu den europäischen Werten, die Politiker
von links bis rechtskonservativ in ihren Sonntagsreden beschwören.

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