Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Obamas Alaskareise: Mehr als starke Bilder, von Thomas Spang

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Die Alaska-Reise Barack Obamas ist das
Ausrufezeichen hinter einem Sommer, in dem er beim Kampf gegen den
Klimawandel in die Offensive ging. In Las Vegas warf er das Gewicht
der Präsidentschaft hinter den Ausbau der Solar-Energie. In New
Orleans warnte er am zehnten Jahrestag von Hurrikan Katrina vor den
steigenden Meeresspiegeln. Beim ersten Besuch eines US-Präsidenten im
Polarkreis lieferte er nun starke Bilder von schmelzenden Gletschern
und versinkenden Orten, die illustrieren, dass der Klimawandel heute
schon Realität ist. Die Alaska-Reise verdeutlichte aber auch die
Widerstände, die der Präsident überwinden muss. Der Bundesstaat, der
am stärksten vom Klimawandel betroffen ist, hängt am meisten am Tropf
der Öl- und Gasproduzenten. Die Entscheidung Obamas, Shell
Ölbohrungen im Polarkreis zu erlauben, reflektiert diesen
Widerspruch. Obwohl er sich mit seinem Besuch zwischen alle Stühle
setzte, verdient der Präsident Beifall, das Thema so ins Bewusstsein
zu heben. Nach der PR-Offensive kommt es nun darauf an, praktische
Ergebnisse beim Weltklima-Gipfel in Paris zu produzieren. Der
Präsident hat es in Anchorage selber am besten gesagt: Die USA und
die Welt haben bisher nicht schnell genug gehandelt.

Pressekontakt:
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