Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu zehn Jahren Dosenpfand: Bester Weg, von Reinhard Zweigler

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Vor rund 15 Jahren wurde die Debatte darüber,
was ökologisch besser sei – Mehrweg oder Einweg, Pfandflasche oder
„Wegwerfdose“ – noch leidenschaftlich und ideologisch geführt. Weil
die Mehrwegquote immer weiter absackte, zog der damalige
Umweltminister Jürgen Trittin die Notbremse und verordnete ein
Zwangspfand. Die zuvor erlassene Verpackungsverordnung vn
CDU-Umweltminister Klaus Töpfer machte es möglich. Zumindest die
Vermüllung der Landschaft mit alten Dosen wurde so gestoppt. Heute
wird das Thema wohltuend sachlich diskutiert. Und dabei stellt man
fest, dass die Wirklichkeit komplizierter ist als jede schöne
Wunschvorstellung. Die schlichte Formel: Mehrweg ist ökologisch gut
und Einweg schlecht, muss genauer überprüft werden. Untersucht man
die einzelnen Systeme, kann Einweg, etwa moderne PET-Flaschen, unter
Umweltaspekten durchaus mit Mehrwegsystemen konkurrieren. Bier aus
der Mehrwegglasflasche ist dagegen ökologisch vorteilhafter, wenn es
keine langen Transportwege machen muss. Es geht nicht um Mehrweg oder
Einweg, sondern um den ökologisch und wirtschaftlich besten Weg.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
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