Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Gigaliner: „Durch die Hintertür“

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Die Argumente der EU-Kommission sind nicht neu
– man kennt sie aus der Debatte um die drohende Privatisierung des
Trinkwassers: Niemand soll zu nichts gezwungen werden, Brüssel ebnet
nur den Willigen den Weg. So ist es auch im Streit um die
grenzüberschreitenden Fahrten von Gigalinern zu beobachten. Die
Behörde verschanzt sich hinter ihrer Salamitaktik und schafft so ganz
nebenbei Fakten. Damit wird den Mega-Trucks die Hintertüre geöffnet.
Europas Straßen sollten vor den Riesen-Lastern aber bewahrt bleiben.
Die EU-Kommission scheint es nicht zu stören, dass sie mit ihrem
Vorstoß eigene Ziele untergräbt. Eigentlich soll bis 2020 der
Güterverkehr auf der Schiene um 50 Prozent erhöht werden. Bis 2030
will man verkehrsbedingte Emissionen um 20 Prozent senken. Das kann
aber nur über den vermehrten Warentransport per Schiene erreicht
werden. Zudem ist es unglücklich, das Ja zu den Mega-Trucks an die
sinnvollen Pläne für aerodynamische Lastwagen zu knüpfen. Damit droht
dem Richtlinienpaket die Zerpflückung im Europaparlament. Hier hat
sich die Kommission ein Bein gestellt. Autorin: Hanna Vauchelle

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