Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Metall-Tarifstreit: Augenmaß, von Dagmar Unrecht

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Tarifauseinandersetzungen folgen festen
Ritualen. Die IG Metall hat mit ihrer Fünf-Prozent-Forderung die
Latte hoch gelegt. Die Arbeitgeber stapeln tief. Derzeit will sich
keiner bewegen, zu groß ist die Sorge, die Partie zu verspielen.
Passend dazu war gestern beim Warnstreik in Regensburg der Song
„Poker Face“ zu hören. Die Positionen sind klar, jetzt muss Bewegung
ins Spiel. Der Öffentliche Dienst hat es vorgemacht. Schnell und
geräuschlos kam die Einigung zustande, ohne die Bürger zu belasten.
Es wäre wünschenswert, wenn auch die Metall- und Elektroindustrie
einen Streik abwenden könnte. Davon profitieren die Unternehmen und
letztlich auch die Mitarbeiter. Dafür müssen beide Seiten Kompromisse
machen, auch das gehört zum Ritual. Das klappt aber nur, wenn der
feste Wille zur Einigung da ist. Es spricht nichts gegen Warnstreiks
und markige Worte. Aber am Verhandlungstisch ist ein Kräftemessen mit
Augenmaß gefragt.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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