Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Tarifkonflikt der Metaller: Nur ein Ritual? von Christine Hochreiter

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Austarieren, verbal um den Kontrahenten
herumtänzeln, checken, wie weit man gehen kann; prüfen, wie stark der
Gegner ist und dann gezielte Treffer landen: In weiten Teilen haben
Tarifverhandlungen durchaus Ähnlichkeit mit einem Boxkampf. Doch es
gibt einen gewaltigen Unterschied: Bei diesem Konflikt sollte weder
die Arbeitgeber- noch die Arbeitnehmerseite in die Knie oder
schlimmstenfalls k.o. gehen. Statt Schlägen sollten in einem Prozess
der Überzeugung am Ende die besseren Argumente zählen. Dass die einen
überhöhte Forderungen stellen und die anderen viel weniger anbieten,
liegt in der Natur der Sache. Ob (Warn-)Streiks noch zeitgemäß sind,
darf allerdings von der Arbeitgeberseite nicht ernsthaft hinterfragt
werden. Die Arbeitnehmervertreter sollten indes sehr genau
überprüfen, ob ein Ausstand der Sache tatsächlich dienen kann und
nicht nur einen automatisierten Baustein in einem Kampfritual
darstellt.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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