Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur AfD: Im letzten Akt angekommen von Christian Kucznierz

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Offenbar glaubt Bernd Lucke, den rechten Flügel
seiner Partei nicht zu brauchen. Dabei hat die AfD auch deswegen
Erfolge erzielt, weil sie für Rechtsaußen attraktiv war. Offenbar
glauben Luckes innerparteiliche Gegner, dass ihnen die Stimmen von
rechts der Union reichen werden, um die AfD am Leben zu halten, wenn
sich der liberale Flügel um den Parteichef abspaltet. Beide liegen
falsch. Die Alternative für Deutschland ist schon länger dabei, sich
selbst zu demontieren. Nun ist sie im letzten Akt angekommen,
allerdings ohne Aussicht auf ein Happy End. Schadenfreude ist
allerdings nicht angebracht. Die AfD hat trotz fallender Umfragewerte
noch immer Wähler, die sie in die Parlamente gebracht haben, zuletzt
in Hamburg und in Bremen. Diese Tatsache war und ist ein Beleg für
die anhaltende Krise der Volksparteien. Ihnen ist die Fähigkeit
abhanden gekommen, die Ränder mit abzudecken. Die SPD weiß das am
besten. Sie selbst hat zur Entstehung der Linkspartei beigetragen.
Die Parteien rechts von der Union hatten bislang kurze Lebenszyklen.
Das ist ein Glücksfall – was aber nicht heißt, dass die Gefahr einer
echten Rechtspartei gebannt wäre.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
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Telefon: +49 941 / 207 6023
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