Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Bayern-Ei-Affäre: Fehlerhaft, von Christine Schröpf

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Ein Amtstierarzt in U-Haft, ein Beamter der
Regierung von Niederbayern suspendiert – doch Umweltministerin Ulrike
Scharf belässt es bei einer Pressemitteilung und reist zur
Klimakonferenz nach Paris. Gutes Krisenmanagement sieht anders aus.
Scharfs Beitrag zur Rettung des Weltklimas dürfte in Frankreich wohl
eher klein ausfallen. Weit größere Wirkung könnte sie entfalten, wenn
es ihr gelingen würde, Vertrauen der Verbraucher in bayerische
Lebensmittel zurückzugewinnen. Das müsste ihre höchste Priorität
sein. Die Umweltministerin agiert völlig glücklos. Sie ist nicht
treibende Kraft. Nicht einmal blinden Aktionismus könnte ihr
irgendjemand vorwerfen. Sie reagiert mehr schlecht als recht, wenn
wieder neue Details aufploppen. Dabei hätte sie alle Chancen frei zu
agieren, nahm der Skandal doch seinen Lauf, als sie noch nicht im Amt
war. Nun sollen es Sonderermittler richten. Scharf hat das Vertrauen
verspielt, selbst aufzuklären, ob die Affäre „nur“ Folge eines
kriminellen Versagens Einzelner war, oder das Versagen Teil des
Systems ist.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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