Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Polizei: Personalsorgen von Christine Strasser

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Smartbrillen, Drohnen, Sensoren – technisch
denkbar ist bei der Ausrüstung für Polizisten vieles. Sich über die
Möglichkeiten zu informieren und eine Verwendung zu prüfen, ist
sinnvoll. Nur so kann geklärt werden, ob es sich um Hilfsmittel
handelt, die die Verfolgung von Verbrechern und Terroristen
vereinfachen und Polizeieinsätze sicherer machen. Neben der Technik
ist es aber geboten, die Menschen in den Blick zu nehmen, die für
unsere Sicherheit sorgen sollen. Cyber-Cops gut und schön. Eher
stellt sich doch die Frage, ob die Polizei für die Aufgaben, die sie
übernehmen soll, überhaupt genügend Personal hat? Gewerkschafter
warnen: Schon beim Einsatz rund um den G7-Gipfel wurden Überstunden
angehäuft, dann kamen die Einsätze rund um die Ankunft
Hunderttausender Flüchtlinge. Nun werden mehr Grenzkontrollen
gefordert. Im Unterschied zu anderen Bundesländern hat Bayern zwar
keine Stellen gestrichen. Im Nachtragshaushalt des Landtags wurden
925 zusätzliche Stellen genehmigt. Innenminister Joachim Herrmann hat
aber nicht erklärt, wie er die rasch besetzen will. Die Ausbildung
eines Polizeibeamten dauert drei Jahre. Und wer von den Angriffen
hört, denen Polizisten heute oft ausgesetzt sind, überlegt sich
zweimal, ob er diesen Beruf ergreifen will.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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