Mittelbayerische Zeitung: „Mittelbayerische Zeitung“ zu Trump:

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Wer in der Grube sitzt, sollte aufhören zu
graben. Diese Weisheit ignoriert Donald Trump mit seinem Rauswurf von
FBI-Direktor James Comey. Statt die Ermittlungen in der
Russland-Affäre abzuwürgen, hat er das Augenmerk auf die mögliche
Zusammenarbeit seines Wahlkampf-Teams mit Moskau gerichtet. Zumal
sich nun die Hinweise verdichten, dass der Präsident selber im Visier
der Ermittler steht. Zurecht. Hatte Trump die Russen im Wahlkampf
doch öffentlich um Hacker-Beistand gebeten. Der von Wladimir Putin
für seinen Außenminister bestellte Siegestanz im Oval Office
verstärkt die eigentlich unerwünschte Aufmerksamkeit auf bizarre
Weise. Nach den Geheimdiensten hat Trump sich mit dem Rauswurf des
beliebten Direktors viele aufrechte Beamte beim FBI zu Feinden
gemacht. Das könnte sich in Form von mehr „Durchstechen“ und
Informations-Weitergabe an die Medien rächen. Wenn Trump dem FBI
jetzt Geld und Personal für eine Ausweitung der Ermittlungen
verweigert, oder die mit der Untersuchung befassten Agenten an ihrer
Arbeit hindert, weiß der letzte Gutgläubige, was die Stunde
geschlagen hat. Trump sitzt nach seinem vermeintlichen
Dienstagnachmittag-Coup tiefer in der Grube denn je zuvor.

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