Mittelbayerische Zeitung: Richtiger Schritt / Kommentar zur BayernLB

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Aus dem markigen „I want my money back“ von
Finanzminister Markus Söder von vor knapp drei Jahren in Wien wurde
im Härtetest der Realität ein moderates „I want viel, viel money
back“. Ein radikaler Wandel, der allerdings nicht zu beanstanden ist.
Politisches Pokern hat seine Zeit. Doch irgendwann heißt es schlicht,
das Blatt nicht zu überreizen. So schmerzhaft es auch ist, dass zu
den ohnehin hohen Verlusten durch den Kauf der Hypo Group Alpe Adria
(HGAA) nun noch einmal eine Milliardensumme hinzukommt: Ohne
Generalvergleich hätte dem Freistaat im schlimmsten Szenario der
Totalausfall von 2,4 Milliarden Euro gedroht. Was hätte es geholfen,
wenn Bayern nach jahrelangem weiteren Rechtsstreit mit Österreich in
letzter Instanz Recht bekommen hätte, die insolvente HGAA dann aber
längst abgewickelt und nichts mehr zu holen gewesen wäre? Bisher
steht der Deal allerdings nur auf dem Papier. Parlamente und
Finanzaufsicht müssen noch zustimmen. Andere Gläubiger könnten
dazwischenfunken. Erst im Herbst wird sich zeigen, ob sich die
BayernLB wirklich der letzten großen Altlast entledigt hat.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
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