Mittelbayerische Zeitung: Schluss mit der Flickschusterei / Kommentar zum Bundesverkehrswegeplan

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Nicht kleckern, sondern klotzen: Mit dem
Bundesverkehrswegeplan, der Investitionsfahrplan für die nächsten 15
Jahre, ist alles in allem ein gutes und notwendiges Signal für den
Ausbau der Infrastruktur im Freistaat. Auch wenn nicht alle Wünsche
erfüllt wurden und über die durchgefallenen Projekte auf der A3 noch
einmal diskutiert werden muss. Fakt ist, in den vergangenen 25 Jahren
gab es vor allem Flickschusterei. Wegen des seinerzeit notwendigen
Aufbaus Ost flossen die Milliarden des Bundes vor allem in die neuen
Länder. Das führte in den alten Ländern nicht nur zu Freude über die
schicken neuen Autobahnen und Straßen im Osten, sondern sorgte auch
für böses Blut. Denn vieles, was hätte angepackt werden müssen, blieb
einfach liegen. Der jetzige Verkehrsplan kehrt den Trend endlich um.
Ausbau West geht vor Aufbau Ost, denn letzterer ist zu großen Teilen
abgeschlossen. Dass der Bund nun kräftig investieren will und kann,
ist die eine Seite. Die andere Seite der Medaille ist, dass nun zügig
geplant werden muss und die Bürger beteiligt werden. Die Aufnahme in
den wichtigen Plan ist noch lange keine Gewähr dafür, dass jedes
Projekt auch wirklich realisiert wird.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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